Modulbauweise für individuelle Anwendungen in der Fördertechnik

19.06.2008

Materialfluss-Systeme müssen wirtschaftlich, anwenderfreundlich und robust sein, und das unabhängig davon, ob die Anwendung in der Lebensmittelindustrie, bei Textilhändlern oder an Flughäfen erfolgt. Gut funktionierende Materialfluss-Systeme leben von Produkten, die bewusst robust und zuverlässig konzipiert sind, eine hohe Bedienerfreundlichkeit aufweisen und eines sehr geringen Wartungs- und Instandhaltungsaufwands bedürfen.

Hohe Anforderungen müssen erfüllt werden, um den logistischen Alltagserfolg auch unter harten Bedingungen zur Selbstverständlichkeit werden lassen. Es sind optimale Lösungen gefragt, die Wirtschaftlichkeit und Flexibilität, schonendes Handling und Individualität gewährleisten. Interroll stellt sich laut eigenen Angaben diesen Anforderungen und definiert sich mit seiner Geschäftseinheit Automation als Anbieter leistungsfähiger, flexibler und wirtschaftlicher Fördermodule und Subsysteme zur innerbetrieblichen Stückgutförderung. Entwickelt wird im Kompetenzzentrum in Sinsheim alles vom Crossbelt Sorter in horizontaler und vertikaler Ausführung über Gurtkurven, Intelliveyor-Modulen für staudrucklosen Transport bis hin zu den klassischen Rollen- und Gurtförderern und weiteren verbindenden Fördertechnik-Elementen. Produziert werden diese Produkte in den drei Manufacturing Units in Sinsheim (Deutschland), Jeffersonville (USA) und Suzhou (China). Er ist konzipiert für den Einbau in Gesamtsysteme: egal ob Post-, Paket-, Logistik- oder Versandhausdienstleister – schnell und einfach lassen sich die Quergurteinheiten integrieren.

Werkseitig präzise vormontierte Sortermodule erlauben eine rasche und funktionstüchtige Plug-and- Play-Installation der Einheiten vor Ort. Je nach Anwenderbedürfnissen und Platzverhältnissen kommt eine Anlage mit horizontal-raumgängiger Sortierstrecke (Ringstruktur) oder mit vertikal umlaufender Sortierstrecke (Linienstruktur) zum Einsatz. Die klassischen Anwendungsbereiche liegen bei Post- und Paketverteilzentren, Versandhäusern, Logistik- und Distributionszentren, sowie der innerbertrieblichen Stückgutverteilung in der Industrie, wobei Kartons, Kästen, Pakete, Behälter und ähnliches bis rund 40 kg je Stückgut völlig problemlos gefördert werden.

Der maximale Durchsatz des Crossbelt Sorters von Interroll liegt bei etwa 13.000 Stückgüter pro Stunde wobei auch geringere oder variierende Druchsätze besonders wirtschaftlich sortiert werden.

Schonend um die Ecke

Gurtkurven von Interroll bringen Stückgüter bei einem Förderwinkel zwischen 30° und 180° stets schonend um die Ecke: von den kleinsten bis zu sperrigen Teilen. Dabei erlauben enge Kurvenradien flexible Anlagenprojektierung. Das schlupffreie Antriebskonzept mit formschlüssig-verzahnter Kraftübertragung, die geringe Gurtspannung und sichere Gurtführung geben Sicherheiten in Bezug auf Wartungsfreundlichkeit und lange Lebensdauer. Die Fördergeschwindigkeiten sind variabel und die Gesamtbelastung pro Kurve beläuft sich auf 300 kg. So ergeben sich Anwendungsbereiche von Post- und Paketverteilzentren über Logistik- und Distributionszentren und Versandhäusern bis hin zu Flughäfen mit Fördergütern wie Paketen, Kartons, Päckchen, Behälter, Gepäck, Versandhausware, Kunststoffteilen und ähnliches. Vom Mini-Förderband für die Kunststoff verarbeitende Industrie mit einer Bauhöhe von 40 mm bis zum Standard- Gurtförderer für die innerbetriebliche Stückgutförderung erschließen die unterschiedlichen Interroll Belt Conveyor ein breites Anwendungsspektrum. Durchschnittlich nur 72 Stunden vergehen, ehe Carmel-Kräuter aus den fruchtbaren Ebenen Israels in den Küchen der europäischen Konsumenten landen. Das klingt rekordverdächtig, ist Teil der „Ecofresh“-Qualitäts-Offensive von Agrexco und belegt die Leistungsfähigkeit des Zusammenspiels von Mensch und Maschine. Da macht die Agrexco-Sortieranlage am Flughafen von Tel Aviv keine Ausnahme. Nach Eingang der Kräuter-Paletten mit je 250 Kartons gelangen die ein bis drei Kilogramm schweren Einheiten per Handaufgabe auf drei Zuführbänder. Von dort über Interroll Belt Conveyor und Belt Curves auf die Sammelstrecke, die den Interroll Crossbelt Sorter (Vertikalausführung) bedient.

Präzise gesteuert gelangen die Kräuter-Boxen beim Einschleusen auf die Sortierlinie, Produkt schonend und zügig verläuft die Förderung bei bis zu 1,3 m/s zur Zielstelle und Ausschleusung der Ware auf eine der 89 Zielstellen. Bis zu 2.500 Kartons pro Stunde und Band, insgesamt bis zu 25 t akkurater Auftragserstellung ergeben sich während der zehnstündigen Tagesschicht. Barcodes auf den Kartons enthalten die Zielinformation.

Außer den Identifikationseinrichtungen durchlaufen die Kräuter-Boxen – Stichwort Luftfracht –auch X-Ray-Geräte. Der Durchschnittsdurchsatz dieser Anwendung beträgt etwa 8.000 Stück pro Stunde, die mittlere Geschwindigkeit 1,25 m/s.

Im flexiblen Modulbaukasten
Der Interroll-Baukasten mit anschlussfertigen Rollenbahnmodulen, kurz: Intelliveyor, ermöglicht den Stückguttransport mit Einzelplatzantrieb. Mit wenigen Handgriffen ist er vor Ort per Plug & Play ganz ohne aufwändige Montage und Softwareintegration einsatzfähig. Jede Zone des Intelliveyors ist eine vorinstallierte Fördereinheit mit eigener Elektronik, und lässt sich so unkompliziert mit anderen Modulen verbinden. Konventionelle äußere Antriebskomponenten sind nicht notwendig, sondern nur eine niedrige Spannungszufuhr von 24 V, was die Sicherheit bei der Bedienung erhöht.

Die in Zonen unterteilten Rollenbahnabschnitte sind an Steuerplatinen (Interroll Z-Cards) angeschlossen. Alle zentralen Funktionen sind auch über CAN-Bus und das Netzwerkprotokoll TCP/IP erreichbar. Zu den klassischen Anwendungsbereiche gehören Postund Paketverteilzentren sowie Versandhäuser, Logistik- und Distributionszentren bis hin zu Flughäfen. Mögliches Fördergut sind Kartons, Kästen, Pakete und Behälter bis etwa 40 kg je Stückgut.  Die Vorteile

  • Einsatz für individuelle und flexible Lösungen mit standardisierten Bauteilen
  • Breites Einsatzspektrum für variable Stückgüter in unterschiedlicher Größe, Form und Beschaffenheit
  • Eignung besonders auch für empfindliche Ware
  • Schonendes Handling dank stückgutfreundlicher Technik und exakter Übergabe von einem Fördermodul zum nächsten
  • Geringe Anschaffungs-, Betriebs- und Wartungskosten
  • Hohe Verfügbarkeit aufgrund des funktionssicheren, weil mechanischen Prinzips
  • Hohe Bedienerfreundlichkeit dank einfacher, sofort beherrschbarer Technik
  • Geringer Wartungs- und Instandhaltungsaufwand
  • Aufgewertete Arbeitsumgebung durch beispielhafte Laufruhe und optimale Ergonomie

Beispiel Bekleidungsindustrie
Damit das Wachstum der in Budapest ansässigen Gesellschaft für Jeans und Freizeitkleidung in kontrollierten Bahnen verläuft, automatisierte Jeans Club im Verteilzentrum Budapest die interne Stückgutlogistik. Der Interroll Intelliveyor ist hierbei Platz sparend zwischen Ober- und Untertrum des vertikalen Interroll Crossbelt Sorters integriert. Rund 6 000 Sendungen laufen hier stündlich in unterschiedlichsten Stückgutgrößen über die Förder- bzw. Sortierstrecke. Von Mindestmaßen mit (LxBxH) 150 x 100 x 20 mm bis hin zu maximalen Abmessungen von (LxBxH) 620 x 410 x 100 mm ist alles dabei. Das Maximalgewicht der folienverpackten Jeans, Jacken, Pullover, Sweatshirts & Co. liegt bei 5 kg.

Interroll Automation GmbH, E-Mail: automation@interroll.com, www.interroll.com

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