Fördertechnik & Komponenten

Ein Team seit 20 Jahren

Zu behaupten, eine Anlage sei langlebig und wartungsarm ist eine Sache, wenn aber ein Unternehmen seit über 20 Jahren auf den selben Ausrüster zurückgreift, muss etwas dran sein - vor allem, wenn die Kooperation weitergeht. Bereits seit über 20 Jahren arbeiten der Pharmahändler Phoenix und AMI zusammen. Für mehr als hundert Projekte hat AMI verschiedene Fördertechnik-Komponenten geliefert und integriert.

Phoenix gehört zu den Kunden der ersten Stunde. Jonny Schmidt, Geschäftsführer der AMI Förder- und Lagertechnik GmbH erinnert sich: „Phoenix hat uns damals sehr viel Vertrauen entgegengebracht. Dass wir heute nach über 20 Jahren immer noch zusammenarbeiten, ist schon etwas ganz Besonderes.“ Lieferte das Unternehmen anfangs noch einfache Fördertechnik-Komponenten, sind im Laufe der Jahre die logistischen Anforderungen sowie die Ansprüche an die Fördertechnik bei Phoenix stark gestiegen und deutlich komplexer geworden.

Am Anfang des Kommissionierprozesses steht der I-Punkt. Hier werden die Arzneimittelaufträge mit den Versandbehältern verheiratet. „Damit ist der I-Punkt die Hauptschlagader unseres Systems und ein entscheidender Faktor für den Durchsatz“, beschreibt Heribert Wirges, Bereichsleitung ZSB Technik/Organisation/Innovation bei Phoenix.

Aufgrund von gestiegenen Anforderungen und einer kürzer werdenden Belieferungszeit war am Standort Hanau eine entsprechende Erweiterung notwendig. AMI ergänzte den bestehenden durch einen zweiten I-Punkt. Dadurch wurde die Kapazität in diesem Bereich nahezu verdoppelt.

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Höherer Durchsatz „Der Behälterfluss aus dem Lager heraus wurde bereits im vergangenen Jahr durch den Einsatz von zwei parallel geschalteten Verdecklungsautomaten optimiert. Dies ermöglichte überhaupt erst einen höheren Durchsatz am I-Punkt“, erklärt Wirges. Mit dem zweiten I-Punkt ist Phoenix optimal für künftige Durchsatzsteigerungen vorbereitet. Im Hinblick auf die Zukunftssicherheit spielte jedoch auch die Qualität der Fördertechnik eine wichtige Rolle. „Die Komponenten von AMI sind extrem langlebig und wartungsarm. “

Doch haben sich im Laufe der Jahre auch die Ansprüche an die Fördertechnik verändert: „AMI war und ist im Hinblick auf unsere Anforderungen sehr flexibel. Dies bezieht sich nicht nur auf Umbauten bestehender Anlagen, sondern auch auf die Konstruktion individuell abgestimmter Komponenten sowie komplett neuer Handlingsysteme“, beschreibt Heribert Wirges. „Diesen haben wir 2001 gemeinsam entwickelt, da es speziell für unsere Behälterdeckel keine Maschine auf dem Markt gab, die zuverlässig arbeitete. Er übernimmt die automatisierte Bestückung unserer Versand- und Kommissionierbehälter mit Deckeln und trägt damit zu einer erheblichen Effizienzsteigerung bei.“

Um die schnelle, flächendeckende und sichere Versorgung von Apotheken mit Arzneimitteln zu gewährleisten, setzt Phoenix spezielle Versandbehälter ein, die ab Lager bestückt und vor dem Versand mit einem Deckel versehen werden müssen. Bis vor einigen Jahren erfolgte dies noch manuell. Der erste Verdecklungsautomat wurde in Gotha installiert und hat bis heute mehr als 17 Mio. Behälter verdeckelt.

Ein Rollenförderer führt dem Automaten einen Deckelstapel zu. Dieser wird angehoben und durch die Zentriereinheit geleitet. Anschließend hebt ein Sauggreifer den obersten Deckel an, dreht ihn um 180 Grad horizontal und setzt ihn auf einem über den Positionierförderer zugeführten Kommissionierbehälter ab. Phoenix verwendet zwei verschiedene Behältergrößen. Die höheren Kästen durchfahren den Automaten abgesenkt, sodass sich für den Sauggreifer immer die gleiche Hubhöhe ergibt. Dies trägt erheblich zur Durchsatzsteigerung bei.

Die Kommissionierprozesse laufen in den verschiedenen Standorten identisch und größtenteils automatisiert ab: In der Vorzone entstapelt ein Automat die Behälter und setzt sie einzeln auf ein Förderband. Von hier gelangen sie bis zum I-Punkt und werden dort mit einem Auftrag verheiratet. Jede Box erhält dafür ein Label. Von da aus transportiert ein automatischer Sammelförderer die Kisten durch die Kommissionierzonen.

AMI

Die Behälter werden auf abzweigende manuelle Bahnen ausgeschleust, an denen die Kommissionierung durchgeführt wird. Ist ein Auftrag abgeschlossen, schiebt der Mitarbeiter den Behälter zurück auf den Sammelförderer. Im vorletzten Schritt erfolgt eine Gewichtskontrolle, bevor der Verdecklungsautomat den Behälter mit einem Deckel verschließt. Durchsätze von bis zu 1 650 Kisten pro Stunde sind für die Automaten keine Seltenheit. Danach erhalten die Kisten noch eine Umreifung und sind bereit für den Versand.

Phoenix Pharmahandel GmbH & Co KG, E-Mail: [email protected], www.phoenixgmbh.eu AMI Förder- und Lagertechnik GmbH, E-Mail: [email protected], www.foerdertechnik.net

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