Kleine Helfer ganz groß
27.05.2011
Einfache Bedienung, sicheres Lasthandling, zuverlässiger Betrieb, das sind heute Merkmale aller Hubwagen. Ob bei der Kommissionierung beim Be- und Entladen und beim allgemeinen Palettentransport, flexibel einsetzbar sind sie wichtige Bestandteile der logistischen Kette.
Linde Material Handling hat mit dem CiTiTruck eine neue Modellklasse zwischen Handgabelhubwagen und elektrischem Niederhubwagen geschaffen. Mit geringer Kraftanstrengung kann der Bediener Lasten bis zu 500 kg transportieren, auf engstem Raum manövrieren und mit dem Gerät über Kanten und Bordsteine fahren.
Durch den in das Antriebsrad integrierten Elektromotor, spezielle Räder sowie eine ergonomisch gestaltete Deichsel wird der Bediener erheblich entlastet. Eine weitere Neuheit ist der Elektro-Niederhubwagen mit Kommissionierhub Linde T16 L mit 1,6 t Tragfähigkeit. Er verfügt über einen Haupt- und einen Initialhub, die sich unabhängig voneinander bedienen lassen.
Der Haupthub hebt manuell oder automatisch über Lichtsensoren Lasten auf eine Höhe von 400 bis 800 mm. So kann der Bediener, beispielsweise bei der Bestückung von Supermarktregalen oder der Produktionsentsorgung am Ende von Montagebändern, jetzt rückenschonend arbeiten.
Neu im Programm ist auch der Hochhubwagen Linde L06 AC bis L16 AC. Die Fahrzeuge mit einer Tragfähigkeit von 0,6 bis 1,6 t sind in verschiedenen Versionen erhältlich, sowohl als deichselgeführte Mitgängerversion mit klappbarer Plattform als auch mit zentraler Fahrerstandplattform und Lenker zwischen Batterie und Hubgerüst.
Entwickelt wurden diese Geräte für die Produktions- und Bereitstellungslogistik. Optional verfügbar ist ein neigbarer Hubmast. Kundenspezifisch wird zudem eine Einfach- oder Doppelzusatzhydraulik für Anbaugeräte wie Seitenschieber oder Zinkenverstellgeräte in den Mast integriert. Ebenso kann das Gerät mit manuellen Klappgabeln oder einer auf dem Gabelträger montierten Kupplung ausgestattet werden, um Anhänger zu verziehen.
Neue Kombination
Jungheinrich bringt im Frühjahr 2011 den neuen Elektro-Deichselstapler ERC 212/214/216 auf den Markt, der erstmals auf der diesjährigen CeMAT vorgestellt wird. Das Fahrzeug ist eine Kombination aus einem wendigen Deichselstapler sowie einem schnellen und komfortablen Mitfahrergerät.
Bei der Entwicklung der neuen Deichselstapler-Generation haben die Ingenieure von Jungheinrich verschiedene Geschwindigkeitskonzepte realisiert. Die Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h werden in der Praxis hauptsächlich als Mitgängergerät und nur gelegentlich zum Mitfahren über kurze Strecken eingesetzt.
Die „high-performance“ ERC-Variante mit integriertem Seitenschutz, der den Bediener auch in Kurven sicher auf der Standplattform hält, ist für Transporteinsätze über längere Strecken prädestiniert. Diese Fahrzeug-Version erreicht als Mitfahrgerät Geschwindigkeiten von bis zu 9 km/h. „Das entspricht einer Verbesserung um bis zu 20 Prozent im Vergleich zur Vorgängerbaureihe“, sagt dazu Stefan Hirt, Leiter Produktmanagement Deichselstapler bei Jungheinrich.
Alle Varianten des neuen Deichselstaplers verfügen über eine gefederte, rückenschonende Standplattform. Für den Einsatz als Mitgängergerät kann die Standplattform des Fahrzeugs einfach hochgeklappt werden. In diesem Fall reduziert sich die Fahrgeschwindigkeit automatisch auf vier Kilometer pro Stunde. Im Vergleich zur bisherigen Baureihe konnten zudem auch die Restragfähigkeiten um bis zu 25 Prozent erhöht werden.
Ebenfalls zum Standard der neuen Baureihe gehört eine elektrische Lenkung, die bereits in anderen Deichselstaplern von Jungheinrich serienmäßig eingesetzt wird. Dank Curve Control wird die Maximalgeschwindigkeit des Fahrzeugs in Kurven – in Abhängigkeit vom Lenkwinkel – automatisch reduziert. Zur Ausstattung des neuen Staplers gehört ein geregelter Pumpenmotor mit proportionaler Heben- und Senken-Charakteristik. Im Vergleich zum bisherigen Seriengerät wird dadurch die Feinfühligkeit beim Heben und Senken sowie der Energieverbrauch weiter verbessert.
Ein leistungsstarker 24-Volt-Drehstrommotor (2,8 kW) sorgt für eine weitere Erhöhung der Umschlagleistung. Besonders für den Mehrschichtbetrieb kann das Fahrzeug mit einer seitlichen Batterieentnahme ausgerüstet werden. Dank des optionalen integrierten Ladegerätes lässt sich die Batterie an jeder 230-Volt-Steckdose aufladen.
Mechanische Schläge verhindert
Komplett überarbeitet wurden in den letzten Jahren die Elektro-Deichselstapler der Baureihe ED (1.0 bis 1.6t) von Stöcklin. Der AC-Antrieb ist zwar geblieben, aber hier wie auch bei den Steuerungen wurden die Lieferanten gewechselt, um auch den neusten Stand der Technik – CanBus – verwenden zu können.
Neu ist auch bei allen Hochhubgeräten die über die Drehzahl der Pumpe geregelte Hubgeschwindigkeit. Bei allen Gerätetypen mit Initialhub wird dieser im obersten Bereich elektrisch abgeschaltet. Damit wird verhindert, dass die Hydraulikpumpe nicht gegen Überdruck fahren muss, und gleichzeitig werden auch die mechanischen Schläge verhindert.
Die Zugänglichkeit wurde bei der neuen Baureihe durch eine im Tiefziehverfahren gefertigte Schürze nochmals verbessert. Neben der ED-Reihe wird auch noch die schwerere Baureihe EH (Elektro-Hand von 1.6 bis 2.0t) angeboten. Diese Baureihe dient auch als Basis für viele Spezialgeräte und ATEX-Ausführungen Zone 1 und 2. Beide Baureihen können auf Wunsch mit Wechselbatterien ausgestattet werden und beinhalten neben den reinen Gehgeräten auch solche mit Fahrerstandplattform. Alle Stapler von Stöcklin können auch in Edelstahl (INOX) ausgeführt werden.
Fünf neue Modelle
Die neue Baureihe der Elektro-Niederhubwagen BT Levio von Toyota Material Handling Europe erfüllt viele Bedürfnisse. Durch fünf Modelle mit Tragfähigkeiten von 1,4 bis 2,5 Tonnen mit unterschiedlichen Batteriekapazitäten soll sich für jeden Einsatzbereich ein geeignetes Fahrzeug konfigurieren lassen. Die ergonomische Deichsel des Fahrzeugs ist speziell für handgeführte Fahrzeuge konzipiert und hat die optimale Länge für eine einfache Steuerung sowie eine gute Sicht auf die Gabelspitzen.
Gleichzeitig hält sie den Bediener in sicherem Abstand vom Stapler. Die Fahrparameter wie Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit und Bremseigenschaften können individuell für den jeweiligen Bediener programmiert werden. Da beim Start ein PIN-Code eingegeben werden muss, erkennt das Fahrzeug den Bediener und übernimmt die für ihn individuell vorprogrammierten Einstellungen. Mit dem Kriechgangschalter kann die Geschwindigkeit des BT Levio vorübergehend reduziert werden. Zudem lässt sich der Niederhubwagen durch „Click-2-Creep“-Funktion mit senkrecht stehender Deichsel manövrieren.
Für den horizontalen Transport und das Stapeln für Paletten in Lagern, Produktionsbetrieben und im Einzelhandel ist die neue Deichselstapler-Baureihe BT Staxio konzipiert. Sie besteht aus acht Modellen mit Tragfähigkeiten von 0,8 bis 1,4 Tonnen und es steht eine Vielzahl von Konfigurationsmöglichkeiten aus Hubgerüst, Gabel und Batterie zur Auswahl.
Durch das BT-Totalview-Konzept sind die Gabelspitzen von der Bedienposition aus sichtbar. Das 5-Punkt-Fahrgestell verbessert die Stabilität auf Rampen. Durch das BT-Powerdrive-System lässt sich das Fahrzeug jederzeit sanft und stufenlos steuern. Der Deichselkopf ist mit feinfühligen Tasten zum Heben und Senken sowie einem gut ausgebildeten Flügelschalter zum Vorwärts- und Rückwärtsfahren einfach und komfortabel zu bedienen.
Dass auch bei Handhubwagen noch Verbesserungen möglich sind, zeigt ein neuer Handhubwagen von Toyota Material Handling Europe. Durch die Pro-Start-Technologie (PST) wird mit einer einfachen Pumpbewegung der Deichsel die Kraft auf die Lenkräder übertragen, die sich um 1/3 ihres Umfangs drehen und damit den Bediener dabei unterstützen, die Last in Bewegung zu setzen. Mit einem zweiten Bedienungshebel lässt die Fahrtrichtung der Starthilfe wechseln. Türschwellen oder leichte Steigungen lassen sich so einfach und sicher mit einigen Pumpbewegungen überwinden.
Kürzer und schmaler
Hingegen bringt Lifter/Pramac mit dem Niederhubwagen CX 12 ab April 2011 erstmals ein Fahrzeug auf den Markt, das nicht nur kürzer, sondern auch schmaler als die meisten Handhubwagen ist. Dennoch sind bei einer Gesamtlänge von 1 510 mm und einer Breite von 520 mm auch noch die beiden Batterien sowie der Fahr- und Hubmotor integriert.
Als Leichtgewicht wiegt er nur 145 kg. Mit dem integrierten HF-Lader können auch die optional erhältlichen Plus- bzw. GEL-Batterien ohne ein Ladegerät mit einer geänderten Ladekennline geladen werden. Laden lassen sich die Batterien an jeder 230 Volt-Steckdose.
In Kürze wird Lifter ein Inverter-Ladegerät als Zubehör anbieten, das ein zusätzliches Nachladen der Batterien auf dem Lkw ermöglicht. Die bei allen Lifter-Deichselgeräten bewährte 5-Punkt-Auflage soll hohe Standsicherheit bieten und auch im Rampenbetrieb eine sichere Traktion gewähren. Serienmäßig sind alle CX-12-Modelle bereits mit Entladeanzeiger, Multifunktionsdeichsel und Schleichfahrt-Taster ausgestattet. Der neue Lifter CX 12 mit einer Tragfähigkeit von 1 200 kg kann ab sofort bestellt werden.
Jungheinrich AG, E-Mail: info@jungheinrich.de, www.jungheinrich.de
Linde Material Handling GmbH & Co. KG, E-Mail: info@linde-mh.de, www.linde-mh.de
Pramac Lifter GmbH, E-Mail: deutschland@pramac.com, www.pramac.com
Stöcklin Logistik AG, E-Mail: unit-d@stoecklin.com, www.stoecklin.com
Toyota Material Handling Deutschland GmbH, E-Mail: info@de.toyota-industries.eu
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