Siemens und Kion entwickeln Lieferketten der Zukunft
Digitale Zwillinge im Warenlager
Siemens und Kion Group haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um Intralogistikprozesse zu digitalisieren. Ziel ist es, Lieferketten flexibler, produktiver und robuster gegenüber Störungen zu gestalten. Die Unternehmen setzen dabei auf KI, Simulation und digitale Zwillinge.
Siemens und Kion machen Lieferketten und Warenlager mit KI-, Automatisierungs- und Simulationstechnologien zukunftsfähig. Das Ziel: Komplexe Intralogistikprozesse zu digitalisieren, um sie vorhersehbarer und flexibler zu gestalten – und damit Produktivität und Widerstandsfähigkeit zu verbessern. Möglich machen sollen das intelligente Warenlager, in denen die digitale und reale Welt verschmelzen. Dabei erfassen Kameras und Sensoren vor Ort riesige Datenmengen, die künstliche Intelligenz auswertet. Daraus entstehen digitale Zwillinge einzelner Maschinen, ganzer Anlagen und Warenlager, auf deren Basis komplette Prozesse simuliert werden.
Simulation in Echtzeit
So können zum Beispiel Logistikunternehmen virtuell prüfen, wie sich Veränderungen im Lageraufbau auf die Menge der abgewickelten Waren auswirken. Dafür wird Kion als erstes Unternehmen in Europa die neue Simulationssoftware Digital Twin Composer von Siemens nutzen. Die Lösung kann die verschiedenen Prozesse parallel und in Echtzeit simulieren.
Vom Lager zum digitalen Nervenzentrum
Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO von Siemens Digital Industries, erklärt: „Gemeinsam mit Kion nutzen wir digitale Zwillinge und industrielle KI, um das Warenlager vom physischen Knotenpunkt zu einem digitalen Nervenzentrum der Lieferkette zu entwickeln – und legen damit das Fundament für mehr Resilienz und Flexibilität.“
Rob Smith, CEO der Kion Group ergänzt: „Als das Supply-Chain-Solutions-Unternehmen orchestriert Kion ganzheitliche Lösungen für unsere Kunden – innerhalb von Lagerhäusern und Fabriken und perspektivisch entlang der gesamten Lieferkette. Mit Siemens als strategischem Partner stärkt Kion seine Fähigkeit, die digitale und die physische Welt in großem Maßstab miteinander zu verbinden. Damit entwickeln wir unsere Lösungen, die auf digitalen Zwillingen basieren, auf ein neues Level.“
Datenkooperation geplant
Zusätzlich planen beide Unternehmen eine Datenkooperation: Kion bringt Betriebsdaten aus Lagerumgebungen ein, Siemens nutzt diese zur Weiterentwicklung KI-gestützter Anwendungen. Ziel ist es, datenbasierte Lösungen schneller in der Logistik zu etablieren und industrielle KI breiter nutzbar zu machen.











