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Artikel und Hintergründe zum Thema

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Marvin Meyke,

MTU Aero Engines zentralisiert Werkstransport mit Inform

Der Triebwerkhersteller MTU Aero Engines hat durch die Optimierung ihrer mehrstufigen Transportketten mit Syncrotess die interne Liefertreue von 89 auf 93 Prozent gesteigert. Die langjährige Arbeit mit dem KI-basierten System von Inform ermöglicht es, der steigenden Komplexität in der Logistik gerecht zu werden.

© MTU Aero Engines

Darüber hinaus nutzt MTU die Cloud-basierte Lösung Syncrosupply für das Zeitfenstermanagement und die Lkw-Zulaufsteuerung. Dadurch konnte die Durchlaufzeit von durchschnittlich 56 auf 46 Minuten reduziert und die Transparenz über den Inbound-Verkehr deutlich erhöht werden. Um wechselnden Anforderungen in der Logistik gerecht zu werden und neue Funktionalitäten zu integrieren, erweiterte der führende Triebwerkehersteller im Rahmen eines internen Modernisierungsprojekts das Transportleitsystem Syncrotess des Optimierungsspezialisten Inform auf die neueste Produktversion 10.

Wichtiges Auswahlkriterium: Mehrstufige Transportketten abbildbar

Seit 1993 dient das intelligente Transportleitsystem bei MTU bereits als Single-Source-of-Truth des internen Werkstransports und berechnet dynamisch in Echtzeit optimierte Abwicklungsreihenfolgen für Stapler, Elektrowägen, Hängertransporte und andere Fördermittel. Als eines der wichtigsten Auswahlkriterien galt die Fähigkeit, mehrstufige Transportketten wie zum Beispiel hallenübergreifende Lager- und Hoftransporte oder standortübergreifende Transporte innerhalb der internen Supply Chain abzubilden.

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Die MTU realisierte damit in den ersten Jahren nach der ursprünglichen Einführung Kosteneinsparungen von rund 30 Prozent im Transportbereich und einen ROI von weniger als einem Jahr.

Verbesserte Nachverfolgbarkeit über alle Prozessschritte

Doch Umfang und Komplexität der Planung sind seither gestiegen: Allein 560.000 Transportaufträge werden jährlich über das System abgewickelt. Statt 60 werden heute über 400 Positionen geplant, die Produktionslogistik wurde erweitert und weitere kleinteilige Prozesse sind hinzugekommen. „Unser Ziel war es, auch in diesen neu angebundenen Prozessen die Transparenz zu erreichen, die wir mit Syncrotess in der Produktionsversorgung etabliert haben“, sagt Florian Wohlgemuth, Projektmanager Logistikplanung bei der MTU in München. „Mit unseren Modernisierungsmaßnahmen ermöglichen wir mobile Scanprozesse für die Kleinteilprozesse und eine bessere Nachverfolgbarkeit über alle Prozessschritte. Anfragen, wo ein bestimmter Transport bleibt oder sich Material gerade befindet, gehen heute gegen Null“, ergänzt er.

Die Planung wurde insgesamt feiner, indem sich bestimmte Ressourcen beispielsweise auf bestimmte Bereiche begrenzen lassen. Ging es früher eher darum, Wege zu verkürzen, steht heute die Einhaltung der Liefertreue, vor allem in Richtung Versand, im Vordergrund.

Interne Liefertreue signifikant erhöht

Durch die Neuerungen konnte die interne Liefertreue von 89 Prozent im Jahr 2020 auf 93 Prozent im Jahr 2022 gesteigert werden - trotz höherer Komplexität und steigender Volumina. Um darüber hinaus auch die Auslastung am Wareneingang homogener über den ganzen Tag zu verteilen, Warte- und Durchlaufzeiten zu reduzieren, aber auch durchgängige Transparenz zu schaffen, entschied sich MTU ebenfalls für Syncrosupply. „Das Volumen wird in der Zukunft steigen, die Wartezeiten werden länger werden“, prognostiziert Wohlgemuth. „Dem beugen wir jetzt schon vor. Wir haben Transparenz darüber, wer sich wann und wie lange im Werk aufhält, wickeln Transporte effizienter ab und konnten unsere Durchlaufzeiten deutlich verbessern: von durchschnittlich 56 auf 46 Minuten.“ Diese Abwicklungszeiten wolle man trotz Wachstum halten und weiter verbessern, sagt der Logistikmanager.

Verbesserte Planung an der Rampe

Das intelligente System dient sowohl der Buchung und Planung von Zeitfenstern für die ankommenden Lkw als auch der optimierten Zuordnung der Lkw zur richtigen Rampe. Jeder Wareneingang wird nun mit einer Fahrt im System hinterlegt. Spediteure und deren Subunternehmer, die MTU regelmäßig anfahren, melden sich über ein webbasiertes Portal an, um ihre Fahrt anzukündigen, Frachtdaten zu übermitteln und ein passendes Zeitfenster zu buchen. Besonders attraktiv ist das für Vertragslieferanten, die Stückgut anliefern und Wartezeiten vermeiden wollen, weil sie am selben Tag noch andere Kunden bedienen. Wer spontan am Tor erscheint, bekommt vor Ort ein Zeitfenster zugewiesen. Das lässt sich nicht in jedem Fall vermeiden, da viele Transporteure die MTU nur einmal oder sehr selten anfahren. Insgesamt plant Wohlgemuth aber, den Anteil der vorab gebuchten Zeitfenster auf 50 bis 60 Prozent zu erhöhen. Ebenso ist eine automatisierte Zeitfenstervergabe geplant.

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