Warehouse Management System

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Digitale Transformation problemlos bewältigt

Im Distributionszentrum des Produktions- und Handelsunternehmen Hisert hat die Implementierung des Warehouse Management Systems PSIwms die Durchlaufzeiten für Kommissionier- und Versandprozesse halbiert. Mit intuitiv bedienbaren Bedienoberflächen ist die manuelle Inventur von fast einer Million Artikeln in kaum 48 Stunden abgeschlossen. Von den ersten Analysen bis zur vollständigen Prozesssteuerung und Vernetzung in der IT-Infrastruktur realisierte Hisert mit dem Investitionsprojekt innerhalb von vier Monaten erfolgreich die digitale Transformation der Intralogistik.

© PSI Logistics

Mit den sechs Fashion-Marken Merry Style, Ladeheid, Timone, Antié, Bellivalini und Be Mammy ist die 2011 in Mescherin, Brandenburg, gegründete Hisert eines der deutlich prosperierenden Produktions- und Handelsunternehmen im Fashion-Segment. Bereits im ersten Jahr nach Gründung machte das Unternehmen den Schritt zur Internationalisierung und eröffnete mit Hisert Polska Sp. Z o.o. in Stettin eine erste Tochtergesellschaft im Ausland. Besonderheit: Der Markenfabrikant bedient keinen stationären Handel, sondern vertreibt seine Kleidungsstücke, Schuhe und Accessoires im Internet auf den größten E-Commerce-Plattformen der Welt.

Für Lagerung und Versand hat Hisert Mitte 2022 am Unternehmenssitz in Stettin ein neues Logistikzentrum in Betrieb genommen. Auf einer Fläche von 11.500 Quadratmetern erfolgt dort jede Woche der Versand von mehreren Tausend Sendungen. Das gesamte Versandvolumen, das aus dem neuen Lager verschickt wird, versendet Hisert an Kunden von Marktplatz-Plattformen wie Zalando, eBay und Amazon.

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Bedarf an neuem Warehouse Management System

Mit Eröffnung des neuen Logistikzentrums sollten die Wettbewerbsfähigkeit von Hisert gestärkt und die Logistikprozesse des Unternehmens vollständig digitalisiert werden. Doch bereits in den ersten Wochen nach Inbetriebnahme des Distributionszentrums zeigte sich, dass das bei Hisert geführte Lagerverwaltungssystem das starke Auftragswachstum und die Anforderungen an die Digitalisierung nicht bewältigen konnte. Die Entscheidungsträger beschlossen, die alte Lösung durch ein neues Warehouse Management System (WMS) abzulösen.

"Die Wahl des WMS-Systemanbieters für unser erstes Distributionszentrum in Polen wurde durch mehrere Schlüsselkriterien bestimmt", erklärt Wojciech Drobczynski, Manager im Prozessmanagement bei Hisert. "Wir suchten nach einem System, das sich bereits bei Unternehmen mit E-Commerce-Vertrieb insbesondere in der Modebranche bewährt hat. Eine weitere Priorität lag auf der schnellen Bereitstellung ohne lange Projektphase. Zudem musste uns das System die Möglichkeit bieten, unser Geschäft künftig zu erweitern."

Vorkonfigurierte Omnichannel-Lösung

Den Zuschlag erhielt nach einem Anbietervergleich PSI Polska, die polnische Niederlassung der PSI Logistics, mit dem PSIwms. Dabei entschied sich Hisert für eine branchenspezifisch vorkonfigurierte Omnichannel-Lösung von PSIwms, die in ihrem Systemumfang exakt auf die Anforderungen und Prozesse von E-Commerce und Omnichannel zugeschnitten ist. Das Best-Practice-Komplettpaket basiert auf der Erfahrung von PSI Logistics aus mehreren vergleichbaren Projekten, bietet unter anderem bereits angelegte Retouren-Arbeitsmasken und -abläufe und ist auf die wichtigsten Prozesse etwa von Auftragsfertigung und Mischpaletten-Handling ausgelegt.

Die Branchenlösung ist sowohl cloudbasiert als auch On-Premise verfügbar, erfordert keinen zusätzlichen Programmieraufwand und ermöglicht kurze Projektlauf- und Implementierungszeiten. "Um den Kunden Funktionalitäten zu bieten, die im Zuschnitt über Standards hinausreichen, müssen IT-Lösung nicht immer aufwändig angepasst werden", erläutert Michal Tokarczyk, Senior WMS-Consultant und Projektverantwortlicher auf Seiten der PSI Logistics. "Die im Stettiner Distributionszentrum von Hisert implementierte Lösung basiert auf all unseren bisherigen Erfahrungen und Einsätzen in anderen E-Commerce-Lägern mit komplexen Abläufen und bietet einen entsprechenden funktionalen Umfang."

Implementierung in zehn Tagen

© PSI Logistics

In mehreren Lagern und Logistikzentren führender Fashion-Unternehmen hat PSI Logistics in Osteuropa bereits PSIwms implementiert. Für die Systemeinführung bieten die Berliner Softwareentwickler verschiedene Modelle der Standardsoftware – unter anderem die vorkonfigurierte E-Commerce-Branchenlösung, die seit Januar 2023 im polnischen Distributionszentrum von Hisert für koordinierte Intralogistikprozesse zur effizienten Auftragsabwicklung sorgt.

Nur zehn Tage dauert es, bis das System unter den Augen der PSI-Berater in Betrieb genommen wurde. Das Gesamtprojekt, das die Analyse, die Konfiguration der Topologie, die Tests und die endgültige Systemeinführung umfasste, erforderte insgesamt kaum vier Monate – einschließlich der Integration von PSIwms in die Hostsysteme. "In jeder Phase des Projektes konnten wir uns – auch nach dem Launch – auf die professionelle und umfassende Unterstützung von PSI Logistics verlassen", konstatiert Hisert-Prozessmanager Drobczynski. "Das war umso wichtiger, da wir bei der Eröffnung unseres ersten Distributionszentrums in Polen noch nicht alle Logistikprozesse spezifiziert hatten, wie es die meisten WMS-Anbieter erwarten würden."

Mit dem vorkonfigurierten PSIwms konnte Hisert auf bewährte Lösungen zurückgreifen. Nichts musste von Grund auf neu entwickelt werden. Die fertig vorkonfigurierten Prozesse wurden lediglich etwas an die Geschäftsabläufe im Hisert-Distributionszentrum angepasst. "Dadurch wurde die Systemeinführung erheblich beschleunigt und das Risiko, dass unser Projekt scheitert, minimiert", so Drobczynski. "Bei solchen Projekten kommt es darauf an, ein echter Partner des Systemanbieters zu werden und dessen Erfahrung nutzen zu können."

Inbetriebnahme in zwei Phasen

Für den reibungslosen Ablauf unterteilte PSI Logistics die Inbetriebnahme in zwei Phasen. "Wir hatten eine Systemeinführung innerhalb von zwei Wochen geplant", erläutert PSI-Projektleiter Tokarczyk. "In Absprache mit dem Kunden wurde das System in der ersten Woche mit zehn Prozent des Volumens betrieben. In der zweiten Woche übernahm PSIwms dann den vollständigen Betrieb und das gesamte Produktsortiment sowie alle Lagerabläufe." Zudem unterstützte das Softwareunternehmen Hisert in der Pre-Deployment-Phase durch ein komplettes Schulungspaket für die Mitarbeiter, sodass der Aufbau der Infrastruktur und die Tests der einsatzbereiten Funktionalitäten umfassend vermittelt und begleitet wurden.

Das Hisert-Distributionszentrum arbeitet im Einschichtbetrieb von Montag bis Freitag. Zum Ende der Woche steigt die Auftragslast enorm an, weil mehrere tausend Bestellungen, die freitags, samstags und sonntags von den Kunden auf den Online-Plattformen aufgegeben wurden, mit Schichtbeginn am Montag bearbeitet werden müssen. Mehr als 70 Prozent dieser Aufträge sind Einzelpostenbestellungen. Im Januar 2023, direkt nach der Inbetriebnahme von PSIwms, lag die Produktivität des Unternehmens noch nahe der geschäftigsten Zeit des Jahres, also November und Dezember.

In solchen Zeiten dauerten die Kommissionier- und Versandprozesse zuvor acht Stunden. Mit PSIwms konnte dieser Zeitaufwand bereits in der ersten Woche nach Systemeinführung auf nur vier Stunden halbiert werden. "Die Einführung von PSIwms hat die Effizienz unserer Lagerprozesse gesteigert und uns mehr Kontrolle über die Warenbewegungen und Lagerbestände gegeben", sagt Marcin Rudzinski, Leiter des Hisert-Distributionszentrums. "Dank der intuitiven Benutzeroberfläche für die MDT-Scanner konnte die Einarbeitungszeit erheblich reduziert werden."

Inventur von einer Million Artikel

Zwei Wochen nach Übernahme des Vollbetriebs fand im Hisert-Distributionszentrum die Inventur von fast einer Million Artikel statt. Der gesamte Prozess wurde über das neu eingeführte PSIwms abgewickelt und dauerte kaum 48 Stunden. An der Inventur waren viele Mitarbeiter beteiligt, die noch nie in einem Lager gearbeitet oder einen MDT-Scanner benutzt hatten. Dank des Systems meisterten sie ihre Aufgabe allerdings mit Bravour. Inzwischen laufen die Kommissionierprozesse doppelt so schnell wie vor der Einführung von PSIwms. Bedienfehler sind nahezu ausgeschlossen.

© PSI Logistics

"Angesichts meiner früheren Erfahrungen mit Software-Implementierung im WMS-Bereich hat es mich wirklich überrascht, wie schnell und reibungslos wir PSIwms in den Griff bekommen haben", resümiert Logistikleiter Rudzinski. Hisert hebt zudem hervor, dass dem Unternehmen mit Implementierung von PSIwms ein problemloser Übergang von analog zu digital gelungen ist, was bei derart umfangreichen Umstellungsprojekten eine echte Herausforderung darstellen kann.

Analysen des Marktforschungsunternehmens Gartner zufolge scheitern unabhängig von der Unternehmensgröße bis zu 75 Prozent der Implementierungsprojekte im WMS-Bereich. Die Projekte stellen für Systemanbieter und Investor gleichermaßen eine große Herausforderung dar. PSI-Projektleiter Tokarczyk betont in diesem Zusammenhang, dass die Offenheit von Hisert und die Bereitschaft, auf das Know-how und die Erfahrungen des Projektteams von PSI Polska zurückzugreifen, den Unterschied ausmachten.

"Oft ist ein Standardsystem mit grundlegenden, aber bewährten Lösungen, die beste Wahl, die es gibt," fasst Tokarczyk zusammen. "Dies gilt insbesondere für kleinere und mittelständische Unternehmen. Mit der vorkonfigurierten Version ist die System-Implementierung in Unternehmen, die Produkte im Omnichannel-Modell verkaufen oder solches planen, viel schneller und weniger kostenintensiv als mit langwierigen Systemzuschnitten und Programmierungen. Die Inbetriebnahme bei Hisert ist dafür ein gelungenes Referenzprojekt."

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