Outsourcing

Schwäbisch unkompliziert

Bei Weishaupt dreht sich alles um Energie und Technik. Die ganze Aufmerksamkeit liegt auf internationalen Märkten und Innovationen. Die Logistik allerdings ist seit 2007 in den Händen eines Dienstleisters, der sowieso ganz in der Nähe ist.

Jörg Stimpfles Job ist es, kleine und große Packstücke, Wärmepumpen, sperrige Öl- und Gasbrenner, zahlreiche mittlere und kleine Schachteln mit Ersatzteilen, PVC-Rohren, Schläuchen oder Lüftungskanälen in die Lkw an der Laderampe einzupassen. Das Ziel: eine optimale Beladung der Fahrzeuge. „Die unterschiedlichen Abmessungen der Waren sind die größte Herausforderung, die wir für unseren Kunden meistern müssen“, sagt Stimpfle.

Das gefällt ihm. Quadratischpraktische Standardkartons findet er eher langweilig. Der Kunde ist die Firma Weishaupt aus Schwendi. Die Gemeinde liegt keine 50 km vom Dachser-Lager in Langenau entfernt, inmitten einer ländlich-schwäbischen Idylle. Wer hier die oberschwäbische Barockstraße, rund 20 km östlich von Biberach, entlangfährt, vermutet in der 6 300-Einwohner-Gemeinde kaum einen der Weltmarktführer für Brenner, Heiz- und Brennwertsysteme, Solartechnik, Wärmepumpen und Gebäudeautomation. Doch hier sitzt tatsächlich ein Weltunternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 460 Mio. Euro und über 3 000 Mitarbeitern in 60 Ländern.

Den globalen Anspruch unterstreicht unübersehbar das Weishaupt-Forum des amerikanischen Star-Architekten Richard Meier. Der geschwungene, weiße Bau dient als zentrales Schulungs- und Ausstellungsgebäude und begrüßt den Besucher gleich am Eingang zum Firmengelände mit internationalem Flair.

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Die Internationalität war 2007 ein Grund für die Zusammenarbeit mit Dachser. „Damals war Weishaupt auf der Suche nach einem Logistikdienstleister, der in der Lage ist, die sich ständig erweiternde Produktpalette des Heiztechnik-Spezialisten mitzugehen“, erklärt Weishaupt-Einkaufsleiter Heinz Stöckle. Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Weishaupt-Liste war der Abgleich der Standorte in Deutschland. Man stellte fest, dass an fast allen Weishaupt-Standorten auch eine Dachser-Niederlassung in der Nähe ist.

Dachser-1

Ausschlaggebend für die Entscheidung für Dachser war zusätzlich die mittelständische Struktur des Unternehmens. Obwohl mittlerweile zum international tätigen Konzern gewachsen, erfreuen sich die einzelnen Dachser-Niederlassungen einer großen Selbstständigkeit. Das garantiere schnelle und unkomplizierte Entscheidungen, betont Dachser-Logistiker Stimpfle. Weil Weishaupt seit über 75 Jahren selbst im Familienbesitz ist, spreche man die gleiche Sprache. „Die Zusammenarbeit mit Weishaupt ist schwäbisch unkompliziert“, erklärt Stimpfle.

Die sprichwörtliche schwäbische Ordnungsliebe kommt dabei besonders beim Qualitätsanspruch zum Ausdruck. Von Anfang an begleitete eine Qualitätsstatistik mit klar definierten Vorgaben die Zusammenarbeit. Dachser hat diese zu jeder Zeit erfüllt. Das gefiel Weishaupt, denn schließlich ist die Umstellung auf einen anderen Dienstleister für Unternehmen immer eine heikle Angelegenheit. Wenn Niederlassungen nicht beliefert werden oder die Heizungsbauer auf der Baustelle vergeblich auf Brenner oder Solarkollektoren warten, kostet das viel Geld und schädigt das Image.

Dass alles reibungslos läuft, dafür ist Tetris-Fan Stimpfle im Langenauer Dachser-Lager verantwortlich. Hier ruft Weishaupt einmal täglich Material für die Produktion ab. Seitdem über 80 Sattelschlepper die Waren aus dem alten Lager in das neue Logistikzentrum brachten, läuft die Versorgung auch dank vollautomatischer Datenanbindung reibungslos.

Dachser versorgt die Produktion in Schwendi mit Halbfertigwaren. Täglich werden durch den Weishaupt-Vertrieb beziehungsweise die Materialwirtschaft die Waren für das Produktionswerk in Schwendi und die in- und ausländischen Niederlassungen abgerufen. In Langenau lagern auf 13 000 Palettenstellplätzen Steuergeräte in der Größe einer Zigarettenschachtel, Hocheffizienz-Wärmepumpen, Schaltschränke und mannshohe Brenner, die so individuell geformt sind, dass die Staplerfahrer ihr ganzes Können zeigen müssen, um sie sicher aus dem Regal zu ziehen.

Auch die 600 kg schweren Paletten mit den über zwei Meter breiten Solarkollektoren zieht Schichtführer Daniel Sailer vorsichtig aus dem Hochregal. Diese Kollektoren sind die zweite außerordentliche Herausforderung für die Dachser-Mitarbeiter. Die fertigen Kollektoren, die in erster Linie auf Hausdächern für warmes Wasser durch Sonnenenergie sorgen, kommen in Paletten zu 13 Stück aus der Schweiz in das Langenauer Lager. Hier werden sie je nach Bestellung in kleinere Einheiten von ein bis drei Kollektoren umgepackt. Ein Vlies, Folien und ein Holzrahmen schützen die empfindlichen Module gegen Stöße und Kratzer. Die Lagerarbeiter von Dachser betätigen sich hier mitunter sogar als Schreiner, wenn sie die vorgefertigten Holzrahmen noch mit ein paar Hammerschlägen fest um die Kollektoren legen.

Dachser

Der Aufwand lohnt sich: Obwohl die jeweils 45 kg schweren Kollektoren von Hand um- und verpackt werden, ist die Schadensquote außergewöhnlich niedrig. „Im vergangenen Jahr ist uns kein Kollektor im Lager zu Bruch gegangen“, berichtet Stimpfle. Stolz ist er auch auf die hohe Zahl an Auszubildenden, die auf ihren Ameisen durch das Lager sausen. Darunter immer mehr junge Frauen. „Wir bilden neben Kaufleuten für Speditions- und Logistikdienstleistungen auch Fachkräfte für Lagerlogistik aus“, sagt Stimpfle. Er habe bessere Erfahrungen mit Mitarbeitern gemacht, die ihre Qualifikation bei Dachser erworben haben. Das schätzen auch Kunden wie Weishaupt.

Max Weishaupt GmbH, E-Mail: info@weishaupt.de, www.weishaupt.de Dachser GmbH & Co. KG, E-Mail: info@dachser.com, www.dachser.com

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