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Artikel und Hintergründe zum Thema

Edeka baut Zentrallager mit Witron

Alexandra Hose,

Neue Logistik für 500 Märkte

Der Lebensmitteleinzelhändler Edeka Hessenring modernisiert seine Logistik: Gemeinsam mit Witron entsteht in Melsungen ein hochautomatisiertes Zentrallager. Ab Mitte 2029 sollen von dort rund 500 Filialen mit bis zu 16.500 Artikeln aus dem Trockensortiment beliefert werden.

Aus dem neuen Edeka-Zentrallager in Melsungen werden ab Mitte 2029 rund 500 Filialen mit bis zu 16.500 Artikeln beliefert. © EDEKA

Ende Dezember 2025 unterzeichneten beide Unternehmen den Vertrag für Planung und Realisierung der 35.300 Quadratmeter großen Anlage. Hessenring ist damit die fünfte Edeka-Region, die auf die Logistik- und Branchenkompetenz von Witron setzt. Auch die Edeka-Tochter Netto arbeitet an mehreren Standorten mit Lösungen des Unternehmens.

Auch die Mitarbeiter profitieren

„Bislang wurde in der Region Hessenring ausschließlich mit manuellen Lager- und Kommissionierlösungen gearbeitet“, so der Edeka Hessenring Logistikleiter Martin Steinmetz. „Auf Basis von innovativer automatisierter Logistik-Technologie haben wir zukünftig die Möglichkeit, bei permanent zunehmender Sortimentsvielfalt unsere selbständigen Einzelhändler besser und wirtschaftlicher zu beliefern. Darüber hinaus profitieren unsere Mitarbeiter in der gesamten Supply Chain von ergonomischen und nachhaltigen Arbeitsprozessen.“

Die Anlage verfügt über 306.000 Paletten-, Tray- und Behälterstellplätze sowie 58 Regalbediengeräte und ist für bis zu 285.500 Picks pro Tag ausgelegt. Herzstück ist ein leistungsstarker Modul-Mix: COM-Maschinen palettieren den Großteil der Ware vollautomatisch filialgerecht, das All-in-One-System übernimmt kleinvolumige Artikel direkt in Versandbehälter. Sperrige Produkte werden per Pick-by-Voice über das teilautomatisierte Car-Picking-System kommissioniert. Halb- und Viertelpaletten setzt das Display-Pallet-Picking-System automatisch auf Ladungsträger. Ein vollautomatischer Warenausgangspuffer optimiert den Versand.

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Eliminierung einzelner „Silos“

Eine integrierte IT-Plattform vernetzt sämtliche Prozesse entlang der Wertschöpfungskette in Echtzeit. Ziel ist eine durchgängige „End-to-End“-Betrachtung ohne isolierte „Silos“ – vom Lieferanten bis zum Endverbraucher. Automatisierte Logistiklösungen wurden unter anderem in Hamm/Oberhausen (Rhein-Ruhr), Landsberg (Südbayern), Zarrentin/Neumünster (Nord), Berbersdorf/Marktredwitz (Nordbayern, Sachsen, Thüringen) sowie in NETTO-Verteilzentren umgesetzt.

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