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Artikel und Hintergründe zum Thema

Logistik-Dienstleister

Mit Outsourcing zum Erfolg

Fremdvergabe kann ein probates Mittel sein, die eigenen Stärken zu schärfen. Aber dabei müssen einige Dinge beachtet werden, wenn man erfolgreich sein will.

Fiege: Nachfrage stark angestiegen

Spranger

Die Nachfrage nach Outsourcing von Logistikdienstleistungen an kompetente Kontraktlogistiker ist laut Dr. Georg Spranger, Direktor Strategie der Fiege-Gruppe, gerade nach der Wirtschaftskrise erwartungsgemäß wieder stark angestiegen: „Viele Unternehmen haben aus der Krise die richtigen Lehren gezogen. Durch den globalen Wettbewerb getrieben, werden Lieferketten richtigerweise immer schlanker und schneller. Kommt dann eine Wirtschaftskrise wie 2008/2009, gefolgt von einer so heftigen Wiederbelebung der Konjunktur 2010/2011, bedeuten die einhergehenden Mengenschwankungen eine enorme Herausforderung für die Warenwirtschaft - physisch, personell, informations- und finanztechnisch.

Hierfür braucht es Spezialisten, deren Kernkompetenz im ganzheitlichen Management komplexer Logistik liegt. Aus unserer Sicht werden sich Produktions- und Handelsunternehmen weltweit mehr und mehr auf solche Spezialisten verlassen. Neben das Argument der Kostensenkung, das immer noch gilt, tritt dabei immer stärker das Argument der Qualität. Und Qualität zeigt sich sowohl in der logistischen Gesamtlösung, als auch in der dazugehörigen Beratungsdienstleistung. Nur wer hier bei Preis und bei Qualität punkten kann, wird künftig zu den Gewinnern der Logistikbranche gehören.“

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Pfenning: Value-Added-Services im Fokus

Nitzinger, Uwe

Der Markt für die Auslagerung von Logistik-Dienstleistungen erlebt laut Pfenning-Geschäftsführer Uwe Nitzinger seit vielen Jahren ein starkes Wachstum, dessen Ende nicht absehbar ist. „Eine treibende Kraft hinter dieser Entwicklung ist der Wunsch vieler Unternehmen, durch eine Fokussierung auf Kernkompetenzen die eigenen Kosten zu senken. Zusätzlich beflügelt wird das Logistik-Outsourcing durch eine Reihe weiterer Trends. So hat in jüngster Zeit das Thema „Value-Added-Services“ an Bedeutung gewonnen: Damit verbunden ist eine Ausweitung der Aufgaben des Logistikers über den Bereich von Lieferung und Transport hinaus - bis hin zur Einbindung in industrielle Fertigungsprozesse nach dem Prinzip einer „verlängerten Werkbank“.

Dies ist z.B. in der Automobilindustrie zu beobachten, doch auch in anderen Branchen setzt sich das Logistik-Outsourcing immer mehr durch: So gewinnt für die chemische Industrie, aber auch für den Handel, die komplette Auslagerung von Lagerhaltung und Warenbewirtschaftung zunehmend an Bedeutung. Hier geht der Trend hin zu „Multi-User-Konzepten“, bei denen der Logistiker Unternehmen erhebliche Effizienzvorteile ermöglicht, indem er seine Infrastruktur und Systeme - wie  etwa Lagerhallen oder auch spezielle Software - mehren Kunden gleichzeitig verfügbar macht. So unterschiedlich die Einsatzmöglichkeiten für Logistik-Outsourcing jedoch sind - entscheidend für ihren Erfolg ist die enge Zusammenarbeit zwischen dem Logistiker und dem Kunden. Die Erfahrung zeigt, dass nur Logistiker mit langjähriger Erfahrung und besonderer Spezialisierung im Bereich der Kontrakt-Logistik den hohen Anforderungen gerecht werden.“

Hellmann: Kooperation mit strategischen Partnern

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Outsourcing als probates Mittel, sich auf die Wurzel und Kernkompetenzen eines Unternehmens zu konzentrieren, hat sich, so Ralf Thiesse, Head of Supply Chain Europe bei der Hellmann Worldwide Logistics, vom reinen Outsourcing zu einem Outsourcing von ganzheitlichen Geschäftsprozessen gewandelt: „Bei der Verlängerung der Wertschöpfungskette setzen wir neben der Erweiterung der logistischen Kernkompetenz im eigenen Hause auch auf die Kooperation mit strategischen Partnern. Wo bis vor Kurzem der Informationsaustausch per Fax, Telefon oder E-Mail genügten, wird der direkte Kontakt über IT-Schnittstellen zwischen Kunde und Dienstleister zum zwingenden Muss.“

„Moderne Produktionstechniken und die Wünsche des Endkunden nach individuellen Produkten führen zu immer kleineren Losgrößen und kürzeren Produktzyklen. Eine Veränderung des logistischen Leistungsspektrums ist zwangsläufig. Produktionsschritte vom Hersteller oder Handel werden auf den Logistikdienstleister übertragen. Die hieraus entstehenden Prozessveränderungen sind ein Thema, mit dem aber auch Risiken bis hin zur  Produkthaftung auf den Dienstleister übertragen werden. Der Abschied von proprietären Schnittstellen hin zu EDI und EDIFACT erhöht die Geschwindigkeit bei der Anbindung von Kunden- und Dienstleistersystemen, erfordert aber hohe IT-Kompetenz und Flexibilität bem Dienstleister. Oftmals erwartet der Kunde die Anpassung der Systeme nicht auf seiner, sondern auf Dienstleisterseite. All diese Punkte, so auch die Übernahme von Personal des Kunden und die Bereitschaft von Investitionen in Immobilien bei kürzeren Vertragsperioden, verändern die Anforderungen im Rahmen von Outsourcingprojekten“, so Thiesse weiter.

Dachser: Kernkompetenzen im Blick

Wolfgang Reinel_Dachser

Die Verlader werden sich laut Wolfgang Reinel, Bereichsleiter Logistik-Consulting bei Dachser, weiterhin mit steigender Volatilität der Märkte im Sinne der Risikominimierung zunehmend auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Das wird dazu führen, dass der Anteil von Warehousing und Value-Added-Services am Leistungsportfolio der Logistiker weiter steigt: „Das internationale Supply-Chain-Management wird zunehmend zur erfolgsbestimmenden Managementfunktion. Dabei muss die Kapitalbindung möglichst gering gehalten werden. Intelligente bestandsoptimierte Lagerhaltung und hohe Auslastung der Transportkapazitäten sind nur eine Seite. Hinzu kommt dann noch die intelligente Verknüpfung logistischer Netzkompetenzen, beispielsweise im Rahmen der Kontraktlogistik. Das zunehmende Outsourcing der Unternehmen führt dabei zu immer tiefgreifenderen Aufgabenstellungen für die Logistikanbieter. Diese müssen sich immer weiter in die Prozesse der Kunden einarbeiten und logistikfremde Tätigkeiten bis hinein in die Produktion übernehmen. Im Rahmen der Kontraktlogistik werden diese Prozesse mit den logistischen Kernleistungen verzahnt und in intelligenten Gesamtlösungen umgesetzt. Die Königsdisziplin Kontraktlogistik wird so auch künftig zunehmend an Bedeutung gewinnen.“

Dachser GmbH & Co. KG, E-Mail: [email protected], http://www.dachser.com

Fiege Deutschland GmbH & Co. KG, E-Mail:[email protected], http://www.fiege.de

Gabelstaplerschild II

Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG, E-Mail: [email protected], http://www.hellmann.net

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