Kontraktlogistik

Einfach mal machen

Die BLG Logistics Group hat ihre Kernkompetenzen in der Automobil-, Kontrakt- und Containerlogistik. Sich immer wieder perfekt auf die sehr verschiedenen Anforderungen ihrer Kunden aus Industrie und Handel einzustellen, ist die wesentliche Aufgabe der BLG. Dabei setzt die Unternehmensgruppe bereits seit Jahren auch auf neue und langlebige Lösungen durch digitale Technologien.

Logistikcenter der BLG
Im Logistikcenter der BLG am Standort Emmerich helfen Drohnen bei der Inventur. Vier Mitarbeiter wurden dafür zu Drohnenpiloten ausgebildet. Foto: BLG

Auch die Kontraktlogistik muss auf die Digitalisierung reagieren. Logistikunternehmen sind heute mehr denn je gefordert, intelligente Lösungen für eine kundenorientiere Logistik zu bieten. BLG Logistics setzt sich in einer Reihe von Projekten intensiv mit diesen Themen auseinander. Ein BLG-Innovationsteam bündelt alle fortschrittlichen Ideen und organisiert Innovationen, technische Neuerungen sowie Digitalisierung und Automatisierung. Im Fokus der Interpretation von Industrie 4.0 stehen bei der BLG die optimale Zusammenarbeit von Menschen mit logistischen Objekten und deren Vernetzung.

Begonnen hat die BLG damit bereits 2014 an ihrem Handelslogistikstandort Frankfurt mit der Einführung eines robotergestützten Logistikkonzepts mit dem Namen „Treffpunkt Stargate – Logistik an der Schnittstelle von Mensch und Roboter“. G-Com nennt sich die Technologie, die die Intralogistik im Frankfurter Logistikcenter der BLG revolutioniert hat und mit Hilfe derer das Unternehmen auf 4.500 Quadratmetern Hallenfläche in Frankfurt die Retouren für seinen Kunden engelbert strauss abwickelt. Das System, für das die BLG gemeinsam mit ihrem Kunden 2015 den Deutschen und 2016 den Europäischen Logistikpreis erhalten hat, basiert auf der Grundidee eines mobilen Kommissionierlagers: Vollautomatisch werden die Regale zu einer multifunktionalen Pick-Station gebracht. Somit müssen die Mitarbeiter im Kommissionierbereich nicht mehr zu den Regalen gehen, die Regale kommen mit der Ware zu ihnen. Die dafür eingesetzten robusten Transportfahrzeuge (Carrys) haben eine niedrige Bauhöhe. Sie unterfahren die mobilen Warenträger, heben sie an und transportieren sie zu den Stargates. An diesen werden die Mitarbeiter anhand von Pick-by-Light und Put-to-Light-Techniken durch den Kommissionierprozess geführt. Aktuell sind 75 Carrys im Einsatz, die Waren aus 800 Regalen zu den fünf Stargates transportieren. Diese werden zur Ein- und Auslagerung genutzt.

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Drohnen machen Inventur

Überwachung mittels Sensoren
Die Überwachung mittels Sensoren hilft, Schäden frühzeitig zu erkennen. Foto: Virtenio

Derzeit erprobt die BLG weitere innovative Technologien, um ihre logistischen Prozesse im Einklang mit den veränderten Anforderungen durch Digitalisierung zu gestalten. Ein Beispiel hierfür ist der Einsatz von Drohnen zur Unterstützung operativer Prozesse wie der unterjährigen Inventur und wöchentlichen Regalkontrolle im Logistikcenter der BLG am Standort Emmerich. Bislang musste im Blocklagerbereich vor Ort, in dem ständig Bewegung ist, ein Stapler die Kisten auseinanderfahren und die Paletten auf den Boden stellen. Im Anschluss fuhr ein Mitarbeiter mit dem Hubwagen in die Höhe, um einen spezifischen Karton zu kontrollieren – ein Aufwand, den die BLG seit kurzem durch den Einsatz einer Drohne deutlich minimieren kann.

Seitdem übernehmen vier Mitarbeiter, die das Unternehmen extra zu Drohnenpiloten hat ausbilden lassen, mit Unterstützung ihrer „fliegenden Kamera“ die Inventur. Dabei sparen sie nicht nur Arbeitszeit, sondern die neue Perspektive durch die Drohnenkamera verbessert zusätzlich den Blick auf die Kartons in nicht direkt einsehbaren Bereichen und damit die Qualität der Zählfähigkeit. Für die Lösung „Drohnenunterstützung in der Logistik“, umgesetzt mit dem Startup sitebots GmbH, wurde BLG Logistics mit dem elogistics Tool Award 2017 des AKJ Automotive ausgezeichnet.

Smarter Handschuh macht Scanner überflüssig

Neben der Drohnentechnologie testet BLG Logistics zudem an zwei Standorten den Einsatz eines smarten Handschuhs mit integrierten Bedienelementen zur Verbesserung der Kommissionierung. Der smarte Handschuh eignet sich für Scanprozesse aus kurzer Distanz und erlaubt ein schnelleres und effizienteres Kommissionieren, da er herkömmliche Scanner überflüssig macht. Zudem erhalten die Kommissionierer über Vibration, Akustik oder LED-Licht ein unmittelbares Feedback zu Ihrer Teileauswahl.

Drahtlose Überwachung sensibler Produkte

Neben dem Einsatz des smarten Handschuhs, erprobt BLG Logistics die Anwendung einer Cloud-basierten Sensorlösung zur Überwachung von Warentransporten, beispielsweise bei Transporten von Rohbauteilen per Zug innerhalb Deutschlands. Diese Form der mobilen und drahtlosen Überwachung eignet sich insbesondere für sensible Produkte, wie elektronische Komponenten und dient einer frühzeitigen Schadenserkennung bereits während des Transports. Dabei übermittelt ein in der jeweiligen Transporteinheit angebrachter Sensor per Browser, App oder Alert Daten zu Temperatur, Erschütterung oder Feuchtigkeit – und das rund um die Uhr. Die Sensorlösung lässt sich mit minimalem Aufwand einsetzen, zumal keine spezielle Infrastruktur nötig ist. Erste Tests sind bei der BLG erfolgreich verlaufen, so dass der Logistikexperte sich entschieden hat, die Testreihe fortzuführen, um Erfahrungswerte zu sammeln und das Einsatzpotenzial zu prüfen. Innovative Projekte wie diese werden durch das BLG-Innovationsteam vorangetrieben, das mit Unternehmergeist auch ruhig mal quer denken und etwas wagen soll.

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