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Artikel und Hintergründe zum Thema

EPALs Martin Leibrandt im Interview

Martin Schrüfer,

„Wir setzen auch in Zukunft auf Holzladungsträger“

In Materialfluss 10/16 stellte Materialfluss die CO2-Sparuhr des Paletten-Tauschpools EPAL beziehungsweise GPAL vor. Die GPAL will damit den Vorteil von Holzpaletten verdeutlichen. Jetzt wollten wir von Martin Leibrandt, Geschäftsführer der EPAL und GPAL, wissen, ob die Aktion erfolgreich verläuft.

„Wir lassen die CO2-Sparuhr auf jeden Fall weiterlaufen.“ Martin Leibrandt, Geschäftsführer der EPAL und GPAL - Foto: EPAL/GPAL

materialfluss: Wie beurteilen Sie den Erfolg der CO2-Sparuhr bisher? Martin Leibrandt: Mit der Einrichtung der CO2-Sparuhr ist es uns gelungen, den CO2-Vorteil der von unseren Lizenznehmern hergestellten EPAL Europaletten mess- und sichtbar zu machen. Die CO2-Sparuhr zeigt sehr deutlich, wie viele EPAL Europaletten minütlich von den deutschen Lizenznehmern hergestellt werden und erklärt, dass EPAL Ladungsträger helfen, CO2 einzusparen.

MFL: Wie waren die Reaktionen? Leibrandt: Die Reaktionen haben deutlich gezeigt, dass der CO2-Vorteil von EPAL Europaletten bisher nicht bewusst wahrgenommen wurde. Viele Menschen waren total überrascht von der Größenordnung des CO2-Vorteils, den unsere Lizenznehmer permanent erwirtschaften. Zahlreiche Menschen haben uns ihren Dank ausgesprochen, dass wir diese Zahlen in die Öffentlichkeit gebracht haben und auf Basis dieser Zahlen angekündigt, die CO2-Bilanz in Ihren Logistiksystemen zu optimieren.

MFL: Wollen Sie das Thema weiter vertiefen? Leibrandt: Wir lassen die CO2-Sparuhr auf jeden Fall weiterlaufen. Und wir wollen sie zukünftig um eine weitere Anzeige erweitern. Darüber hinaus stehen wir in Verhandlungen mit Anbietern, die unsere Lizenznehmer zukünftig mit Ökostrom versorgen können.

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MFL: Wie definieren Sie das ökologische Selbstverständnis der GPAL? Worauf fußt es? Leibrandt: Das ökologische Selbstverständnis ist im Rohstoff unserer EPAL-Ladungsträger begründet. Holz ist unbestritten der ökologischste Rohstoff, den es gibt. Ein Baum hat ja im Laufe seines Lebens so viel CO2 aufgenommen, wie er ausstößt, wenn das Holz einmal verbrannt wird. Somit ist Holz an sich CO2-neutral. Da aber nur ein Teil des Holzes verbrannt wird, das auf der Welt wächst, hilft Holz demnach, den CO2-Ausstoß anderer Emittenten auszugleichen. Das ist aus ökologischer Sicht der Grund, warum wir auf Holzladungsträger setzen. Wir wollen die Idee des CO2-neutralen Industriewerkzeugs – was EPAL Europaletten sind – vorantreiben.

EPAL UND GPAL

Die European Pallet Association e.V. (EPAL) ist der Dachverband der lizenzierten Hersteller und Reparateure von EPAL-Paletten und -Gitterboxen. Seit dem 1. August 2013 lässt EPAL unter ausschließlicher Lizenz Europaletten mit dem EPAL-Logo auf vier Eckklötzen produzieren und reparieren. Die EPAL ist weltweit verantwortlich für die gleichbleibende Qualität. Die EPAL wird in über 30 Ländern durch 15 Nationalkomitees vertreten, die sich der Umsetzung der EPAL-Ziele verpflichtet haben. Die Gütegemeinschaft Paletten e.V. ist das deutsche Nationalkomitee der EPAL.

MFL: Wo sparen Sie CO2? Haben Sie eine eigene CO2-Einsparuhr?

Leibrandt: Wir haben zwar keine eigene CO2-Sparuhr. Das wäre auch sehr komplex. Die heute besprochene CO2-Sparuhr stützt sich auf die durchschnittliche Produktionsrate unserer Lizenznehmer. Bei uns im Verband gibt es wenig regelmäßige Aufgaben. Ich persönlich bin sehr oft und meist mehrere Tage am Stück unterwegs, um Fahrten zu reduzieren. Wenn ich Montags Nachmittag einen Termin in München und am Mittwoch Morgen einen in Regensburg habe, fahre ich zwischenzeitlich nicht nach Hause. Das ist zwar nicht so schön für meine Familie, aber ich bin der Meinung, dass jeder übergreifend darüber nachdenken muss, was mit der Umwelt und damit auch mit unseren Kindern passiert. Selbstverständlich beziehen wir auch Ökostrom in unserem Büro und versuchen sogar diesen so gut wie möglich einzusparen. Meine Mitarbeiter haben Home-Office-Arbeitsplätze, damit Sie nur an Tagen im Büro sind, an denen ihre Anwesenheit erforderlich ist. Auch das spart Fahrten. Selbstverständlich drucken wir auch seit vielen Jahren keine E-Mails mehr aus.

Die Fragen stellte Martin Schrüfer

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