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02.01.2010 - Interview,

Mehr Automatisierung, höherer Pro-Kopf- Umsatz und Steigerung der Rentabilität – das erreichte das Pharmagroßhandelsunternehmen Leopold Fiebig durch eine intelligente Investition. Materialfluss sprach mit dem Geschäftsführenden Gesellschafter. mehr…

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03.11.2009 - Interview,

Interview mit Prof. Raimund Klinkner, Vorsitzender der Bundesvereinigung Logistik: Was erwartet den Besucher auf dem 26. Deutschen Logistik-Kongress und welche großen Aufgaben kommen mehr…

Outsourcing

Interview: Materialfluss im Gespräch mit CEO Christian Fürstaller von CEVA Logistics width=

Interview: Materialfluss im Gespräch mit CEO Christian Fürstaller von CEVA Logistics

07.08.2008 - Interview,

Wohin geht die Entwicklung der Märkte und wie funktioniert das CEVA-Qualitätsprogramm? Diese und weitere spannende Fragen beantwortete Christian Fürstaller, CEO CEVA Logistics für Mittel- und Osteuropa, in einem Interview mit Materialfluss.

Herr Fürstaller, CEVA Logistics gehört weltweit zu den größten Logistikkonzernen. Wo sehen Sie sich in Deutschland?
Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine sehr gute Position sowohl auf den deutschen als auch auf den internationalen Märkten erarbeitet, vor allem in den Sektoren, auf die wir bisher unseren Fokus gelegt haben, wie z.B. Automotive, Tires After Market oder Industrial. Unsere große Stärke ist unser tiefgreifendes Kundenverständnis. Auf Basis dessen schnüren wir unseren Kunden individuelle Leistungspakete. Wir wollen noch stärker werden und unsere Marktpräsenz massiv ausbauen – gerade auf dem deutschen Markt sehe ich für uns noch erhebliche Potenziale. Für 2008 haben wir uns eine Wachstumsrate von 18 Prozent zum Ziel gesetzt und damit liegen wir erheblich über dem Markt.

Ein Blick in die Zukunft: CEVA will bis zum Jahr 2010 das renommierteste Unternehmen der Logistikbranche werden. Wie wollen Sie das erreichen?
Mit der Integration des See- und Luftfrachtspezialisten EGL haben wir uns äußerst positiv weiterentwickelt. Viele unserer Kunden sind internationale Unternehmen, bzw. agieren immer stärker global. Um ihnen optimale Leistungs- und Qualitätsstandards zu bieten und den immer komplexeren Anforderungen gerecht zu werden, ist ein umfassendes Dienstleistungspaket notwendig. Durch das zusätzliche Angebot an interkontinentalen Transportnetzen können wir die globalen Warentransfers und -ströme jetzt noch optimaler steuern. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt CEVA eine klare Sektor- und Produktstrategie. Die Grundsteine dafür sind bereits gelegt. Insbesondere unser Qualitätsprogramm „Operations Excellence“ wird einer der Wachstumsmotoren sein. Unser Ziel ist es, unsere globalen Kunden mit dem gleichen Leistungsspektrum und den gleichen Qualitätsstandards zu betreuen. Das heißt aber nicht, dass wir uns in bestimmten Regionen nicht auch auf weitere Industriesektoren und Produkte fokussieren können.

Wie muss man sich dieses Qualitätsprogramm vorstellen? Was bedeutet dies vor allem für Ihre Industriekunden?
Unsere vier Bausteine bilden die Basis zur Optimierung unserer Qualitäts- und Leistungsstandards. Wir haben im Jahr 2004 als einer der ersten Logistik-Dienstleister weltweit die LEAN-Philosophie in unserem Unternehmen eingeführt. Als wesentlichen Teil unserer Unternehmensstrategie nutzen wir LEAN übergeordnet zur Optimierung unserer Prozesse. Dazu wurde unter anderem ein ehemaliger Toyota-Mitarbeiter ins Boot geholt, der für die Umsetzung von LEAN verantwortlich ist. Weltweit beschäftigen wir rund 300 LEAN-Experten, die in LEAN Audits die gesamte Organisation und alle Standorte kontinuierlich nach Optimierungspotenzialen untersuchen. Wir betreiben im Prinzip die Logistik wie einen Produktionsbetrieb, dass heißt konzeptgetrieben und auf permanente und kontinuierliche Verbesserung ausgerichtet. LEAN ist nicht nur ein Programm sondern Kultur für CEVA. Ein weiterer Baustein ist das „Zero Defect Start-up Programm“ (ZDS). Die Implementierungsphase eines neuen Projektes ist meist einer der kritischen Erfolgsfaktoren. Wir haben daher ZDS entwickelt, welches zur optimalen Implementierung und durchgängigen Strukturierung eines Projektes dient. In diesem Programm steckt unser weitreichender Erfahrungsschatz in Sachen Projektmanagement. Letztendlich minimieren wir dadurch die Fehlerquote und sichern einen optimalen Start eines jeden Projektes.

Jeder Kontrakt gestaltet sich anders. Wie wollen Sie eine einheitliche Messbarkeit und die daraus abgeleitete Vergleichbarkeit sicher stellen?

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Kern-Prozesse ähnlich gestaltet sind jedoch die kundenspezifischen Anforderungen variieren. „Global Standard Metrics“ bildet das globale interne Messsystem, das sich auf nur fünf Kennzahlen beschränkt und einen raschen und zuverlässigen Überblick über die jeweils besten Lösungen im Konzern ermöglicht. Weiterhin haben wir einheitliche Key Performance Indicators (KPI) auf Sektorebene. In fast jedem Kontrakt sind zusätzlich individuelle Kennzahlen mit dem Kunden vereinbart. Jeder Kunde, der mit CEVA weltweit arbeitet, kann sicher sein, dass er die Leistungen, die er in Deutschland erhält, auch in China oder in Amerika bekommt – mit den gleichen Systemen, den gleichen Prozessen und mit den gleichen KPI. Wir können weltweit messen, wer welche Qualität liefert und wo der Benchmark liegt, denn die Qualität macht den Unterschied!

Auf welche Sektoren wird sich CEVA zukünftig konzentrieren?
Weltweit fokussiert sich CEVA auf die Sektoren Automotive & Tires, Technology, Publishing, Industrial, Oil & Gas, Healthcare sowie Consumer & Retail. Das sind die Sektoren, die global das gleiche Leistungsspektrum und die gleiche Qualität von uns bereit gestellt bekommen. Ein starker Fokus wird weiterhin auf dem Bereich der Distributionslogistik liegen. Daneben gibt es eine Reihe von Sektoren und Produkten die CEVA regional mit dem entsprechenden Know-how betreibt. Darüber hinaus fokussieren wir uns auf die LLP-Funktion.

Sehen Sie es dann nicht als Wachstumsbremse, dass CEVA kein eigenes Landverkehrsnetz vorweisen kann?
Im Gegenteil. Unsere Philosophie wird es nicht sein, ein Landverkehrsnetzwerk aufzubauen. CEVA setzt seinen Schwerpunkt auf das Managen der Warenströme unserer Kunden auf dem bestmöglichen Weg. Wir sehen uns in der Rolle des neutralen Maklers, der sich auf die Selektion der besten Lösung konzentriert. In Europa haben wir ein integriertes Dienstleistungsangebot aufgebaut, das modular organisiert ist: und haben daher folgende Werkzeuge entwickelt: Transport Planning & Executing, Freight Pay & Administrative Services, Carrier Management sowie KPI & Performance Management.

Wir optimieren und managen die Transporte, wickeln bei Bedarf auch die Administration von der Verzollung bis hin zur Verrechnung ab oder integrieren Value Added Services wie beispielsweise Claim-Management. Damit setzen wir auf unser Markt-Know-how und natürlich auf das riesige Einkaufsvolumen von über einer Milliarde Euro im Landtransportbereich. Diese Lösung sehe ich als äußerst zukunftsträchtig. Gerade der Mix aus Kostenoptimierung, hohem Qualitätsniveau und Flexibilität macht den Vorsprung aus. Rolls Royce vertraut bei der europaweiten Auslieferung von fertigen Schiffsmotoren auf dieses Leistungsportfolio und hat dadurch ein Einsparungspotenzial von mehreren Millionen Euro erzielen können.

CEVA Logistics GmbH, E-Mail: info@de.cevalogistics.com, www.cevalogistics.com

Krane und Komponenten

Interview: Materialfluss im Gespräch mit Sebastian H. Brandes, Geschäftsführer Stahl Cranesystems

20.06.2008 - Interview,

Welche Vorteile haben die Kunden von der Zusammenarbeit von Stahl CraneSystems mit Konekranes und wie wird sich der Markt in Deutschland weiterentwickeln? Diese und weitere spannende Fragen beantwortet Sebastian H. Brandes in einem Exklusiv-Interview mit Materialfluss.

Es hat einige Veränderungen bei der STAHL CraneSystems GmbH gegeben – welche Vorteile haben Ihre Kunden davon ?
Durch die Konzentration in Deutschland auf den Markt mit Kranbauern und Wiederverkäufer haben wir nun die Möglichkeit, unsere Kunden noch gezielter und umfassender zu betreuen wie dies in den vergangenen Jahren möglich war. Gleichzeitig können wir durch die Stahl Konecranes GmbH, welche eine reine Vertriebsorganisation für die Produkte aus dem Hause Stahl CraneSystems und Konecranes ist, unseren Endkunden das größte auf dem Markt erhältliche Produktspektrum bieten und somit gezielt unsere Kunden mit dem für Ihren Einsatzfall am besten passenden Produkt bedienen.

Wie werden Sie zukünftig mit Konecranes zusammenarbeiten ?

Die Firma Stahl CraneSystems ist eine eigenständige Marke in der Konecranes-Gruppe. Unseren Kunden steht das bekannt breite und innovative Produktspektrum von Stahl CraneSystems unverändert zur Verfügung.

Wo sehen Sie, vor allem verglichen mit kleineren Kranbauern die Stärken Ihres Unternehmens ?
Wir sind Hebezeug- und Komponentenhersteller im Serienbereich als auch im Sonderbereich. Durch unser konsequent durchgeführtes Baugruppensystem haben wir die einzigartige Möglichkeit, durch Einsatz von Standardkomponenten zahlreiche Sonderlösungen anbieten zu können.

Wie wird sich der Markt für Krane in Deutschland weiterentwickeln und wie werden Sie darauf reagieren ?
Wir rechnen mittelfristig mit einer Beruhigung des Marktes aber nicht mit dem Rückgang auf das alte Niveau.

Stahl CraneSystems GmbH, E-Mail: info@stahlcranes.com, www.stahlcranes.com

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Förder- und Hebetechnik

Interview: Materialfluss im Gespräch mit Geschäftsführer Gerd Jennissen der Swisslog GmbH

20.06.2008 - Interview,

Swisslog zählt seit Jahren zu den führenden Anbietern für integrierte Logistiklösungen für Lager, Verteilzentren und Krankenhäuser. Die Referenzliste der weltweit realisierten Grossprojekte ist lang – jetzt will das Schweizer Unternehmen gezielt Lösungen für den Mittelstand anbieten. Geschäftsführer Gerd Jennissen erläutert die Hintergründe.

Der Name Swisslog steht für komplexe Anwendungen innerbetrieblicher Lager-, Materialfluss- und Kommissionierprozesse. Was sind die Beweggründe, auf den Mittelstand zuzugehen?

Wir haben in der Vergangenheit neben unserem Kerngeschäft durchaus auch schon Projekte mit geringerer Komplexität realisiert, so dass uns diese Zielgruppe nicht fremd ist. Die basisnahen Gesetzmäßigkeiten sind ohnehin gleich, so dass hier grundsätzlich kein neues Terrain beschritten wird. Auch in mittelständischen Unternehmen konzentrieren sich alle Konzepte der innerbetrieblichen Logistik auf die Reduzierung der Durchlauf- und Bearbeitungszeiten, Erhöhung der Umschlagleistung sowie Optimierung der Raumnutzung. Kurzum, alles zielt auf eine Senkung der Logistikkosten ab. Dank unserer langjährigen Erfahrung sehen wir uns hier als idealen Partner auch für Lösungen mit einem niedrigeren Automatisierungsgrad.

Ist der Mittelstand mit seinen nicht selten flacheren Strukturen anders anzugehen?

Sicherlich sind hier die Wege zum Investor beziehungsweise Eigentümer kürzer und direkter. Das Gespür für die individuelle Situation des Kunden ist von größter Wichtigkeit, da Fachabteilungen, die sich bereits mit der innerbetrieblichen Logistik befassen, unter Umständen nicht vorhanden sind. Verständnis ist gefragt und Berührungsängste gilt es abzubauen. Es gibt etliche kleine und mittelständische Unternehmen, die trotz des Bedarfs den Weg in die Automatisierung bislang gescheut haben. Hierfür gibt es die unterschiedlichsten Gründe – angefangen von der Angst, bekannte, eingefahrene, „überschaubare“ Strukturen verlassen zu müssen bis hin zum sorgenvollen Blick der notwendigen Erstinvestition. Basisnahe umfassende Beratungen sind daher einleitend oberstes Gebot.

Sieht sich Swisslog im Mittelstand auch durchwegs als Generalunternehmer?

Das ist nicht zu pauschalisieren – dies muss man von Fall zu Fall betrachten. Möchte der Kunde die funktionale Verantwortung für alle Projektphasen in unsere Hände legen, sind wir dazu natürlich gerne bereit. Derartige schlüsselfertige Komplettlösungen von der Planung über die Realisierung bis hin zum Customer Support nach Projektende sind unser tägliches Geschäft. Es gibt aber auch Konstellationen, bei denen gewisse Teilleistungen unter Kundenregie erbracht werden.

Swisslog hat im letzten Jahr den Fördertechnikanbieter Accalon gekauft – ist das auch ein Signal für die kleineren Kunden?

Zweifellos, mit dem Kauf des schwedischen Traditionsunternehmens im Frühsommer 2007 sind wir jetzt in der Lage, Regalbediengeräte und sämtliche Komponenten der Palettenfördertechnik aus einer Hand anzubieten. Dass dies für jeden Kunden preisgünstiger ist, liegt auf der Hand. Zudem stimmt dank der Erfahrung die Qualität: Accalon baute bereits Ende der 60er Jahre das erste vollautomatische Regalbediengerät – heute gehen pro Jahr bis zu 160 Stück in Bauhöhen zwischen sieben und 40 m neben rund 50 komplexen Palettenfördertechnikanlagen an Kunden in aller Welt. Abgerundet werden die beiden Produktreihen durch unsere BOX-Steuerungen, so dass komplette intralogistische Subsysteme geliefert werden können. Dabei setzen wir auf mehr als hundertfach realisierte Standardschnittstellen weltweit.

Wird Swisslog den Mittelstand gezielt bedienen?

Ja, wir werden zukünftig neben unserem bisher bekannten Leistungsspektrum auch spezielle Lösungen für den Mittelstand anbieten. Um Ihnen ein Beispiel zu geben: Im Bereich Software haben wir kürzlich ein Modul mit dem Namen WarehouseManager Packs entwickelt – eine vereinfachte Version unseres Lagerverwaltungssystems WarehouseManager. Dieses Modul ist auf die wesentlichen Anforderungen für weniger komplexe Lösungen zugeschnitten.

Wie werden die Lösungen letztendlich aussehen?

Grundsätzlich wird Swisslog sicherlich die Modularität ihrer Logistiklösungen weiter vorantreiben. Konzepte von der Stange werden allerdings nicht angestrebt. Im Einzelfall ist es immer noch das umfassende Beratungsgespräch mit dem Kunden, das wir als Basis für die Lösungsfindung verwenden.

Swisslog GmbH, E-Mail: wds@swisslog.com, www.swisslog.com

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