RFID in der Textilindustrie, Machbarkeitsstudie der Hochschule Ulm und IWL
02.09.2009
Die Textilindustrie stellt gerade im Liegewarenbereich spezifische Anforderungen an die Intralogistik. Bei der klassischen Erfassung mittels Barcode müssen die verpackten Einheiten nach dem Wareneingang entweder manuell oder automatisch über einen Sorter erfasst werden. Häufig können hierbei die Etiketten aufgrund der Lage oder Druckqualität nicht korrekt gelesen werden. Ein zusätzlicher manueller Aufwand wird notwendig.
„Die RFID-Technologie bietet in diesem Bereich entscheidende Vorteile“, erläutert Thomas Gann, der die Studie im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit durchführte. „Im Wareneingang können beispielsweise die Mengen der angelieferten Waren automatisch erfasst und umgehend mit den Fertigungsaufträgen abgeglichen werden. Verschmutzungen und Beschädigungen der Transportkartons beeinflussen die Leserate der RFID-Transponder nicht und weitere manuelle Arbeitsgänge entfallen.”
Auch im Warenausgang kann mittels RFID und Tunnelreader der Inhalt jedes einzelnen Kartons nochmals mit dem Kommissionierauftrag abgeglichen werden. Fehlerhafte Einheiten werden zu 100 Prozent erkannt und ausgeschleust. Bei der konventionellen Barcode-Kommissionierung waren hier zusätzliche Prozesse, wie etwa manuelles Scannen oder aufwendige Warenausgangskontrollen, nötig.
IWL AG, Mühlsteige 4, 89075 Ulm
Telefon: 07 31 140 50 30, Fax: 07 31 140 50 50
E-Mail: renate.hergoeth@iwl.de, Internet: www.iwl.de
Ziel der Studie
Ziel der Studie ist eine Einschätzung des technologischen Entwicklungsstands von RFID und seiner Einsatzmöglichkeiten zur Prozessoptimierung in der Bekleidungsindustrie. „Um das Potenzial von RFID und UHF anhand von realen Prozessen einschätzen zu können wurden ergänzend zur Studie gezielte Versuche und Experimente am Forschungszentrum Garching der TU München durchgeführt“, erklärt Curd Wecken, Logistikberater der IWL AG und Betreuer der Studie von Seiten des Unternehmens. „Die Ergebnisse bestätigen sowohl den hohen Entwicklungsstand als auch die Praxistauglichkeit der neuen Technologie.“ Eine detaillierte Kosten- und Wirtschaftlichkeitsanalyse, die auf den Ergebnissen der prinzipiellen Prozesskostenrechnung von Thomas Gann aufbaut, ist bei IWL bereits in Planung.
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