Die Kernkompetenz im Mittelpunkt

19.07.2012

Logistik in Eigenregie betreiben oder outsourcen – wer seine Potenziale optimal nutzen will, kommt an der Frage nach dem „make or buy“ beim Gestalten der Transportketten im Unternehmen nicht vorbei. Wir haben uns bei Logistikdienstleistern zu Outsourcing-Ansätzen in unterschiedlichen Industriebranchen umgesehen.

Bereits heute bestimmen in vielen Produktionsketten die Logistikdienstleister das Bild. Unternehmen, die den Materialfluss in kompetente Hände abgeben, können sich besser auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Ob und in welcher Form Outsourcing eine Option ist, klärt der Kontraktlogistikdienstleister Kögl Logistik aus Friedrichshafen stets bei einer umfassenden Analyse mit seinen Kunden. Denn einzelne logistische Aufgaben oder ganze Bereiche wie Lager oder Warenein- und -ausgang auszulagern, kann ein effizientes Instrument sein, um Investitionen und Kosten zu reduzieren, das Kerngeschäft zu stärken und die Flexibilität zu erhöhen. Vorausgesetzt, im Vorfeld werden alle strategischen Faktoren ausreichend berücksichtigt.

Ganz wichtig ist dabei die Frage nach der Kernkompetenz des Unternehmens: Zählt die eventuell zu vergebende Logis­tik­leistung zum Kerngeschäft des Hauses oder wird der Prozess besonders wirtschaftlich selbst erbracht, so sollten die Aufgaben im Unternehmen verbleiben. Ist die unternehmenseigene Logistikkompetenz hingegen eher gering, dafür die Möglichkeit zur Kostensenkung oder zur Leistungssteigerung in diesem Bereich eher hoch, bietet sich die Auslagerung an.

Dabei haben Unternehmen die Wahl zwischen verschiedenen Outsourcing-Modellen: Entweder wird die Logistik innerhalb der eigenen Betriebsstätte an den Dienstleister übergeben, oder neben der Leistungsvergabe wird der Betriebsbereich ohne Standortwechsel an den Logistikprofi veräußert, oder aber der Dienstleister erbringt die Prozesse in seiner eigenen Betriebsstätte an separatem Standort.

Treiber der Globalisierung

Bei der BLG Logistics Group sieht man die Automobilhersteller als Initiatoren und Treiber der Globalisierung. Die Werke der Hersteller arbeiten im weltweiten Produktionsverbund, die internationale Montage muss entsprechend organisiert werden. Daraus resultieren hohe logistische Anforderungen. In der Frühphase der Globalisierung konnten die OEMs die erforderlichen Logistikprozesse noch weitgehend selbst organisieren. Inzwischen kann der wachsende Know-how-Bedarf nicht mehr schnell genug gedeckt werden. Folglich wurden immer mehr logistische Leistungen outgesourct.

Mit dem Outsourcing erreichen die Hersteller Know-how-, Produktivitäts- und Qualitätssteigerungen bei gleichzeitiger Kostensenkung. Sie können flexibler agieren, eigene Logistikinvestitionen erübrigen sich, Lieferengpässe werden vermieden und eigene Kapazitäten mit Fixkosten in variable Kosten umgewandelt. Das Outsourcing der Logistik ist ein zentraler Baustein der „Lean production“.

Individuelle Supply Chains

Ein OEM erwartet nach Erfahrung der BLG-Verantwortlichen von einem kompetenten Logistiker ein Leistungsspektrum, das seine individuellen Supply Chains von der Beschaffung über die Produktion bis zur Distribution an das Händlernetz über sämtliche Wertschöpfungsstufen koordiniert und steuert. Dabei muss der Logistiker seine Kompetenzen in Beschaffungs-, Industrie-, Produktions- und Distributionslogistik intelligent miteinander verknüpfen. Gefordert sind individuelle, ganzheitliche Logistikkonzepte und damit das Fundament für ein effizientes Supply Chain Management.

Die Automobilindustrie gehört zu den anspruchsvollsten Logistikkunden. Die OEMs konzentrieren sich im globalen Wettbewerb auf ihre Kernkompetenzen und haben sich durch Outsourcing von peripheren Aufgaben befreit. Dabei bietet sich die Logistik besonders an. Die Hersteller entwickeln im Idealfall gemeinsam mit ihrem Logistiker individuell auf ihren Bedarf zugeschnittene Wertschöpfungsketten.

Auch in der Chemieindustrie haben nach Angaben der pfenning-Gruppe Kooperationen mit spezialisierten Logistikanbietern zur Erhöhung von Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit geführt. So nutzt nach neuesten Branchenerhebungen bereits ein Viertel der deutschen Chemieunternehmen Logistik-Outsourcing-Lösungen in einem mittleren, hohen oder gar sehr hohen Umfang. Am stärksten ausgeprägt ist dieser Trend bislang bei den produzierenden Chemieunternehmen.

Eine enge und gut aufeinander abgestimmte Kommunikation mit dem Logistikpartner ist daher nach Aussage der Verantwortlichen der pfenning-Gruppe für den gemeinsamen Erfolg unerlässlich. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei die vom Logistikdienstleister bereitgestellte und speziell an die Bedürfnisse des Kunden angepasste Softwarelösung. Sie überwacht alle Abläufe und ermöglicht es, auf Schwankungen innerhalb der Lieferkette unmittelbar zu reagieren.

Wesentliche Vorteile ergeben sich für den Auftraggeber in der Variabilisierung der Fixkosten sowie in der gewonnenen Transparenz der Logistikleistungsdaten. Einem Markt, der von hohen Mengenschwankungen geprägt ist, wird man mit einer starren Ressourcenstruktur kaum gerecht. Hat man jedoch wie der Dienstleister die Möglichkeit, die Ressourcen flexibel auf mehreren Projekten mit möglichst gegenläufigen Verkaufszyklen zu verteilen, gelingt eine optimale Auslastung von Flächen, Technik und Personal.

Die hohe Volatilität der Märkte, eine daran angepasste rasche Änderung der Produktionsstandorte und Warenströme sowie die Nachfrage nach Kostenreduzierung und deren Kontrolle innerhalb der Supply Chain erfordern nach Erfahrung der Verantwortlichen beim Logistikdienstleister Hellmann Worldwide Logistics dabei von uns als Logistikdienstleister ein Höchstmaß an Prozess-Know-How sowie hohe Flexibilität hinsichtlich des Aufbaus des Logistiknetzwerks. Immer kürzer werdende Vertragslaufzeiten stellen hohe Anforderungen an die notwendige Logistikinfrastruktur des Dienstleisters und dabei besonders an die Beschaffung von Logistikimmobilien und deren Finanzierung.

Flexible Standorte

Bei Hellmann Worldwide Logistics reagieren die Verantwortlichen auf diesen Trend, indem sie den Aufbau von Standorten flexibel an der Änderung von Warenströmen ausrichten. Dabei kommen bei der Beschaffung von Logistikimmobilien vorwiegend Miet- und Leasingkonzepte zum Zug, da sie bei Flexibilität und Finanzierungskonzepten Vorteile bieten. Hierbei setzt der Logistik-Spezialist auf die kooperative Zusammenarbeit mit Investoren und Immobilienunternehmen.

Risiken auslagern

Durchgängige Logistikkonzepte sind aus der Perspektive vieler Unternehmensverantwortlicher zunächst ein Hebel, um Kosten zu senken. Ein Ziel der Kunden bei externer Vergabe an einen Dienstleister ist, Beschäftigungs- und Haftungsrisiken aus dem eigenen Unternehmen auszugliedern und so eigene Fixkosten mit Hilfe des Logistikers in variable Kosten umzuwandeln. Volumenschwankungen in der Produktion sollen vom Logistiker flexibel abgefedert werden. Damit verlagern sich auch die Beschäftigungs- und Haftungsrisiken. Entscheidend für den Erfolg eines solchen Modells ist jedoch die Qualität und Zuverlässigkeit des Partners, der über die Kompetenz verfügen muss, maßgeschneiderte neue Lösungswege aufzeigen, die sowohl kunden- als auch umsetzungsorientiert sind.

Leo Breu, Chefredakteur Materialfluss

 

BLG Logistics Group AG & Co. KG,
E-mail: info@blg.de, www.blg.de

Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG,
E-Mail: info@de.hellmann.net, www.hellmann.de

Kögl Logistik GmbH & Co. KG,
E-Mail: info@koegl-logistik.de, www.koegl-logistik.de

KMP Holding GmbH,
E-Mail: info@pfenning-logistics.com, www.pfenning-logistics.com

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