Stets alle Paletten im Blick

27.12.2009

Sowohl die Lademittelverfolgung in Beschaffungsverkehren wie auch die Verfolgung in Lieferverkehren – das ermöglicht die neue Lösung eines Logistik-Dienstleisters im Bereich Paletten. Als erster Anbieter im offenen europäischen Pool bietet die Firma Paki Logistics aus Ennepetal eine europaweite Ladungsträgerverfolgung über die gesamte Supply Chain an.

PakiMit der 360°Pooling genannten Dienstleistung übernimmt der Dienstleister Paki ab Warenausgang beim Verlader die vollständige Verfolgung und Buchung der Lademittel bis zum Empfangskonto. Dies erfolgt unabhängig davon, ob es sich um Komplettladungsoder Stückgutverkehre handelt. Damit stößt Paki in ein bislang nicht besetztes Marktsegment.

Grundlage für das neue Paki-Angebot ist der Bedarf nach einer Transport- und Kostenoptimierung im Leergutbereich sowie einer Verwaltung von Standardladungsträgern inbound und outbound.

Ziel ist es, ein System bereitzustellen, mit dem eine vollautomatische Verfolgung der Lademittelströme inklusive Umbuchung bis zum Empfangskonto möglich ist. Mit der Einführung von 360°Pooling wird im Bedarfsfall eine Änderung in den AGB des Kunden durchgeführt.

Auf dieser Grundlage verwaltet Paki die Lademittelkonten aller Lieferanten und Empfänger. So entsteht ein umfassender Kontenüberblick, den Paki online abrufbar anbietet. Hier nutzt der Ennepetaler Logistikdienstleister über seine bestehende Systemanwendung hinaus eine per Login zugängliche Web-Plattform Der Euro-Log AG. Diese wurde für das Paki- Angebot im Rahmen einer strategischen Zusammenarbeit speziell erweitert. Per DFÜ/EDI erfolgt die Übernahme der vollständigen, empfängerbezogenen Warenausgangsdaten.

Ein begleitender Paki- Gutschein ermöglicht dann die vollautomatische Umbuchung der Ladungsträger zwischen den Konten aller Beteiligten bis zum Sendungsempfänger. Mit 360°Pooliing ist sowohl die Lademittelverfolgung in Beschaffungsverkehren (inbound) wie auch die Verfolgung in Lieferverkehren (outbound) möglich. Inbound stellt Paki die benötigten Lademittel in gewünschter Qualität und Quantität am Ort der Beladung zur Verfügung und sichert deren Abholung am Empfangsort des Auftraggebers.

Beschaffungslogistiker können so ihre gesamte Lademittelver- und -entsorgung mit einem einzigen, spezialisierten Dienstleister abbilden. Damit wird der Verwaltungsaufwand signifikant reduziert. Outbound erfolgt die Verfolgung der Lademittel durch 360°Pooling bis zum Empfänger, bei Stückgutverkehren gar bis in die Feinverteilung. Dabei gilt stets der Paki-Grundsatz: Tausch, wo möglich. Ist dann bspw. der Tausch beim Empfänger nicht möglich und verbleiben Lademittel aus diesem Grund dort, so wird dessen Konto automatisch belastet.

Paki2Ein besonderer Service: Paki überwacht die Rückgabekarenzzeit auf dem Empfängerkonto und fakturiert nach Ablauf. Gerade im Bereich der Stückgutverkehre ergibt sich daraus eine massive Entlastung der Beteiligten. Auflaufende Sollsalden und Abschreibungen auf Lademittelkonten werden damit der Vergangenheit angehören. Paki schließt mit 360°Pooling im offenen Pool eine Lücke, die bislang auch bei geschlossenen Poolsystemen ungelöst ist. Durch die Überwachung der Rückgabekarenzzeit auf dem Empfängerkonto mit ggf. abschließender Fakturierung gehen die Ennepetaler einen Schritt weiter als die Systeme mit farbigen Paletten.

Auf die Frage nach dem Aufwand, der bei der Einführung von 360°Pooliing entsteht, antwortet Bettina Vahldiek, Vertriebsleiterin und Prokuristin bei Paki: „Es fallen für den Kunden keine Software-Anschaffungskosten an. Die online zugängliche Lademittel-IT ist autark und kann ohne weiteres an unterschiedliche Warenwirtschaftssysteme angebunden werden. Es entstehen lediglich überschaubare Schnittstellenkosten. Die Gebühren für den Paki-Service sind gering. Dafür liefert das System täglich abgestimmte Konten und besticht vor allem durch die permanente Möglichkeit der bilateralen Korrektur von Differenzen zwischen den Partnern. 360°Pooling ist funktional skalierbar und schafft durch ein Kennzahlen-Portal eine vollständige Transparenz der Lademittelströme.“

Versorgung Just-in-Time

Idealerweise übernimmt Paki die aktive Versorgung der Bedarfsstellen mit Lademitteln Just-in-Time und führt nicht mehr benötigte Ladungsträger in den offenen Pool zurück. Dafür bietet der Produktbereich Pooling essentials mit seinen Dienstleistungen Tausch, Miete, Kleinstmengenabwicklung und Originalscheine die passenden Voraussetzungen. Paki vermittelt freigestellte oder eingepoolte Ladungsträger stets direkt an einen nächsten Nutzer im Pool. So wird das wertvolle Mehrwegsystem des offenen europäischen Pools gefördert und der Transportweg zwischen Bedarfs- und Rückgabeort ausgeschaltet.

Damit ist das Paki-Angebot auch im Hinblick auf seine ökologische Nachhaltigkeit vorbildlich. Zur Frage nach dem Hintergrund zur Einführung von 360°Pooling sagt das Unternehmen: „Die so genannte Stückgutabwicklung, die selbst in geschlossenen Poollösungen nur mit sehr großem Aufwand zu bewältigen ist, wird durch Paki‘s 360°Pooling leicht beherrschbar. Während die Lademittelverwaltung bei Komplettladungen schon heute inbound und outbound erfolgreich von Paki praktiziert wird, stoßen Verlader und Spediteure bei der Stückgutauslieferung (Feinverteilung) an die Grenze der Kontrollmöglichkeit“, so Dr. Andreas Kosir, verantwortlicher Produktmanager bei Paki Logistics. „Wer an bis zu 1500 Empfangspunkten mit vielen verschiedenen Sub-Transportunternehmern die Feinverteilung realisiert, für den wird die Rückführung kostenintensiv.

Spätestens wenn z.B. nur noch drei Paletten bei einem Empfänger angeliefert werden, ist die Rückholung fast unmöglich. Denn für niemanden ist es lohnenswert, einen Umweg von 50 km zu fahren, um drei Paletten bei einem Empfänger abzuholen. Aus diesem Grund werden noch heute große Mengen von Lademitteln einfach abgeschrieben oder laufen – ohne tatsächlich verfügbar zu sein – in der Bilanz auf. Dieses Problem wird mit unserem neuen Produkt nun vollständig gelöst.“ 360°Pooling ist ab sofort verfügbar. Die Vorbereitung und Umsetzung des Outsourcings ist laut Paki Logistics innerhalb eines Zeitraums von sechs bis zwölf Wochen realisierbar. Das ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass keine Software-Anpassungen beim Kunden erforderlich sind.

Statement

„Durch unser 360°Pooling erzielen wir eine verursachergerechte Kostenverteilung“, so Christian Kühnhold, GF bei Paki Logistics, „Wo bislang der Spediteur stets den Verlust von Lademitteln zu beklagen hatte, wird nun das Empfangskonto des Empfängers belastet, der die Palette nicht zurückgibt. Insofern ist unsere Lösung eine gerechte Antwort auf die seit Jahren schwelende Diskussion über die Kostenverteilung im offenen Pool.“ Laut Kühnhold ist das Produkt besonders interessant für die Industrie (Verlader) und den Transportunternehmer. Aber auch der Warenempfänger (z.B. in der Beschaffungslogistik) profitiert von der sauberen Lösung durch Verbesserung der Frachtkonditionen und langfristige Stabilisierung von Kooperationen.

Paki Logistics GmbH E-Mail: info@paki.de, www.paki.de

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