Cleveres System für Pufferbereiche

02.11.2011

Bessere Wirtschaftlichkeit dank weniger Instandhaltungsaufwand – das schafft eine Neuerung in der automobilen Skidfördertechnik. Und auch die Umstellung auf den skidlosen Transport ist ohne Probleme möglich.

26-VarioLoc_Testkurs_03_11_Ret_AnzeigeZur Verknüpfung einzelner Fertigungsprozesse in der automobilen Skidfördertechnik kommen heutzutage Rollenbahnen, Querverfahreinheiten und Kettenfördersysteme zum Einsatz, die alle mit einer großen Anzahl von Antrieben ausgestattet sind. Insbesondere in Puffer- und Speicherbereichen ist es notwendig, viele Systemkomponenten ständig verfügbar zu halten.

Und dies, obwohl diese Zonen nur zu bestimmten Zeiten, wie zum Beispiel Produktionsunterbrechungen oder am Schichtende, genutzt werden. „Die neue VarioLoc reduziert den Instandhaltungsaufwand selten genutzter Bereiche“, erklärt Ralf Völlinger, Executive Director Eisenmann Anlagenbau GmbH & Co. KG das neue modulare Skidfördersystem von Eisenmann. „Dies trägt maßgeblich zu einer verbesserten Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlagen bei. Außerdem können Puffer- und Speicherlösungen ebenso wie Zu- und Abfuhrstrecken mit diesem System flexibler auf variierende Durchsatzzahlen angepasst werden.“

Einfach, aber sicher

Bei der Entwicklung der VarioLoc stand im Vordergrund, die mechanischen und steuerungstechnischen Komponenten zu reduzieren. „Wir greifen bei VarioLoc auf bewährte Komponenten zurück. Das neue System ist zwar einfacher und wirtschaftlicher, steht aber in puncto Zuverlässigkeit und Funktionssicherheit herkömmlichen Skidfördertechnik-Lösungen in der Automobilproduktion in nichts nach“, so Ralf Völlinger.

Bei VarioLoc wurden praxisbewährte Systeme wie Elektrobodenbahnen oder Exzenterhubtische geschickt kombiniert. Dadurch ist ein cleveres Fördersystem entstanden, das sich auf einer am Boden installierten Schiene mit seitlich angeordneten Aufnahmen zum Absetzen der Skids und Karossen bewegt. Diese Schiene kommt ohne steuerungstechnische Komponenten aus. Nur die Fahreinheit selbst ist mit einem Antrieb und einem Hubelement ausgestattet. Die Fahr- und Hubabläufe kontrolliert eine praxisbewährte Fahrzeugsteuerung von Eisenmann. Barcodes und ein Lesegerät an der Fahreinheit sorgen für eine zuverlässige Positionserfassung. Die Kommunikation mit der überlagerten Systemsteuerung erfolgt über CAN-Bus.

Um die Skids auf die Fahreinheit zu übernehmen, kommt eine Übergaberollenbahn mit integrierter Fahrschiene zum Einsatz. Diese Rollenbahn kann auf einem Querverschiebewagen montiert sein. Aber auch andere fördertechnische Lösungen wie beispielsweise Hubstationen sind an dieser Stelle möglich. Zur Übergabe unterfährt die Fahreinheit den bereitgestellten Skid, hebt ihn an, befördert ihn auf die entsprechende Pufferstrecke und setzt ihn dort auf einem freien Speicherplatz ab. Die Speicherplätze werden von einer stationären speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) verwaltet.

Das neue modulare Skidfördersystem ist sehr flexibel. Je nach Durchsatz kann die Fahreinheit in mehreren Speicherstrecken eingesetzt werden. In diesem Fall wird sie mit Hilfe eines Querverschiebewagens umgesetzt. Bei hohen Durchsätzen können problemlos auch mehrere Fahreinheiten auf einer Strecke zum Einsatz kommen.

Variierende Durchsätze kein Problem

Das neue Skidfördersystem von Eisenmann ist dank dem sparsamen, wohlüberlegten Einsatz von mechanischen und steuerungstechnischen Komponenten äußerst wartungsfreundlich und kostengünstig. Und es kann auch flexibel auf variierende Anlagendurchsätze reagieren.

Da das System auf erprobten Komponenten basiert, ist es zuverlässig und funktionssicher. Außerdem kann es jederzeit einfach und effizient auf den skidlosen Transport von Fahrzeugkarossen umgestellt werden. Der skidlose Betrieb einer Lackieranlage minimiert den Logistikaufwand. Der Energiebedarf kann so ebenfalls nochmals reduziert werden.

Beispiel Mercedes-Benz

Ralf Völlinger von Eisenmann Anlagenbau ist sich sicher, dass sich das neue VarioLoc als Skidfördersystem für Pufferbereiche und lange Förderstrecken am Markt durchsetzen wird. Als die Neuheit im Frühjahr der Öffentlichkeit präsentiert wurde, stieß 26-VarioLoc1sie auf reges Interesse. Als erstes ließ sich Mercedes-Benz von den Vorteilen des neuen Skidfördersystems überzeugen. Der Autobauer setzt VarioLoc in seinem Werk im indischen Pune ein. Auch beim neusten Auftrag an Eisenmann, die Lackiererei von Mercedes-Benz do Brasil in Juiz de Fora von der Pkw- auf eine Lkw-Produktion umzubauen, wird VarioLoc im Lieferumfang enthalten sein.

Eisenmann,
E-Mail: info@eisenmann.de, www.eisenmann.de

Anzeige

weitere Themen

Förder- und Hebetechnik

Illustration

Nachhaltiges Transportband vorgestellt

Nachwachsende, biologisch abbaubare Rohstoffe, reduzierter Stromverbrauch – und trotzdem die gleichen Eigenschaften wie herkömmliche Transportbänder – Forbo Movement Systems ist es gelungen, nachhaltige Transport- und Prozessbänder zu entwickeln, die einen [...]

Illustration

Ein Ziel – viele Wege dahin

Nachhaltigkeit geht alle an – das haben auch die Anbieter von Intralogistik längst verstanden. Nur die Herangehensweise ist nicht zwingend immer dieselbe.
So haben sich etwa SSI Schäfer und Dematic der [...]

Illustration

Neuer Synchronhebe-Druckblock

Die größte Herausforderung beim Anheben von Maschinen, die aufgrund ihrer Bauart oder der Einbausituation nur komplett angehoben werden dürfen, ist die sichere und gleichmäßige Durchführung insbesondere bei unsymmetrisch gelegenem Schwerpunkt. [...]

Docdata nimmt Paketsorter in Betrieb

Um seine Leistungen zu erhöhen und außerdem der wachsende Anfrage gerecht zu werden, hat Docdata in Waalwijk ein neues Distributionszentrum gebaut. Van Riet hat dort ein Paketsorter installiert, der die [...]

Illustration

Über die Brücke schneller zum Ziel

Überstiege und Laufsteganlagen der Günzburger Steigtechnik GmbH verkürzen die Wege in der Fertigung und sorgen so dafür, dass die Produktivität nicht auf der Strecke bleibt.
Der bayerische Qualitätshersteller für Steigtechniklösungen [...]

Illustration

Hoch und runter mit Niveau

Am Montage-Arbeitsplatz, im Verpackungsbereich, beim Verladen oder in Förderanlagen: Überall wo es darum geht, Lasten in verschiedene Höhen zu bringen, sind Scherenhubtische nicht mehr wegzudenken.
Entsprechend ihrer Bauformen und Antriebsarten unterscheidet [...]

Illustration

Effizient, schnell und einfach

Automatische Lagersysteme direkt über SAP steuern – das ermöglicht das neue IT-System Kardex Drive.
Vollständig in SAP integriert, entfallen mit dem neuen Steuerungsmodul schnittstellenbedingte Einschränkungen wie etwa Synchronisationsprobleme und doppeltes [...]

Illustration

Wenn Krane Sicherheit geben

Um für den Notfall gerüstet zu sein, setzt das Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz auf einen Kran mit 50 Tonnen Traglast. Das Hubwerk ist zum Beispiel mit Stillstandheizungen bestens für den [...]

Illustration

Becherkette hält doppelt so lange

Tsubaki präsentiert mit der FB-Serie eine neue Förderkette speziell für Becherwerke.
Die trocken geschmierte Förderkette ermöglicht in Kombination mit speziell ausgeführten Kettenrädern eine Verdopplung der Lebensdauer. Die Geräuschentwicklung ist selbst [...]

Anzeige

Suchen

Newsletteranmeldung