Kaufen war gestern
25.11.2011
Auch bei Staplern gilt mehr und mehr, dass die Anwender eine Problemlösung wollen, und dazu keinen Stapler besitzen müssen. Eine Vielzahl von Finanzierungs- und Mietlösungen unterstützen diesen Wunsch. Wir stellen die beliebtesten vor.
Toyota: flexible Mietlösungen gefordert
„Dank unserer breiten Angebotspalette an Finanzierungs- und Mietlösungen mit Laufzeiten von einem Tag bis zu sieben Jahren können wir allen Kunden das richtige Angebotspaket schnüren“, erläutert Manuela Damato, Produktmanagerin Added Value bei Toyota Material Handling Deutschland: Ein Trend, den wir momentan gerade bei Unternehmen bemerken, die sich in einem schwankenden Markt mit der sich daraus ergebenden unklaren Bedarfsentwicklung bewegen, sind flexible Mietlösungen. Sie sind die effizienteste Antwort bei schwer zu planendem Auftragsaufkommen sowie deren Laufzeiten. Saisonal gesehen, wird in den kommenden Monaten wieder die Kurzzeitmiete ganz oben auf der Beliebtheitsskala unserer Kunden stehen.
Gründe dafür sind das Weihnachtsgeschäft und die Inventuren, die vor der Tür stehen. Die Kurzzeitmiete von Geräten mit einer Laufzeit von ein bis zwei Monaten stellt dabei die häufigste Variante dar – gern genommen insbesondere von Discountern und Logistikern.
Nachgefragt werden dabei sämtliche Geräte-Gattungen, von Deichselgeräten über Schubmaststapler bis hin zu Frontstaplern. Bei Bedarf stehen unsere Mietcenter vor Ort als kompetente Partner bereit, um eine wirtschaftliche und zeitsparende Organisation der Kurzzeitflotte zu gewährleisten.“
Jungheinrich: Großkunden nutzen vermehrt Outsourcing
Das Mietgeschäft gewinnt laut Andreas Urbanski, Leiter Corporate Financial Services, Jungheinrich AG, immer mehr an Bedeutung: „Jeder dritte Jungheinrich-Stapler wird heute gemietet oder geleast. Auch die Bedeutung von Finanzierungsangeboten und Full-Service wächst. Vor allem größere Kunden
setzen auf komplette Outsourcing-Lösungen. Hier sind wir sehr gut aufgestellt und haben mit unseren facettenreichen Varianten von Rental bis Teilzahlung auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittene Angebote am Markt. Die europaweiten Finanzdienstleistungsaktivitäten von Jungheinrich laufen im Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen zusammen und werden zentral über die in Deutschland ansässigen Gesellschaften Jungheinrich Financial Services GmbH und Jungheinrich Finance AG & Co. KG gesteuert. In den wesentlichen für Jungheinrich relevanten Märkten ist Jungheinrich mit eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften vertreten.
Dies gilt neben Deutschland für Italien, Frankreich, Großbritannien und Spanien; es ist ein kontinuierlicher Aufbau weiterer eigenständiger Leasinggesellschaften in anderen Kernmärkten vorgesehen.“
Linde: der Anteil finanzierter Fahrzeuge steigt
„Wir beobachten weiterhin einen steigenden Anteil an geleasten und gemieteten Flurförderzeugen“, erklärt Detlef Sieverdingbeck, Leiter Unternehmenskommunikation Linde Material Handling: „Bei Linde Material Handling (MH) liegt der Anteil in Deutschland mittlerweile bei deutlich über 50 %. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich Rentalverträge. Das Linde-Rental-Paket umfasst neben der Finanzierung den kompletten Wartungs- und Reparaturservice mit
festen All-in-Raten. Gleichzeitig verfügt der Betreiber über garantiert einsatzbereite Stapler und Lagertechnikgeräte. Das geht bis zum Vorhalten von Stand-by-Geräten für besonders zeitkritische Anwendungen. Die monatlichen Rental-Raten sind dabei als Betriebsausgaben abzugsfähig. Da nach Ablauf des Vertrages, in der Regel drei bis fünf Jahre, die Fahrzeuge ausgetauscht werden, entspricht die Flotte dem jeweils aktuellsten Stand der Technik und sorgt für höchste Wirtschaftlichkeit.
Mit der Linde Leasing als zuverlässigem Finanzierungspartner und dem Beratungs-Know-how der Linde-Vertriebsorganisation ist Linde MH auf die wachsenden Ansprüche der Kunden vorbereitet und kann ihnen für jede
Situation das passende Finanzierungsmodell anbieten. Die Vertragsgestaltung ist so flexibel, dass sie sich auf jedes Kundenprofil anpassen lässt.“
Still: Abrechnung nach Betriebsstunden
Nutzungsüberlassungsoptionen wie Leasing oder Miete werden bei Still seit mehr als 30 Jahren als wichtiger Faktor des Produktportfolios dargestellt. „Gerade in der heutigen Zeit, zwischen Krise, Wachstum und den kürzer werdenden Zyklen, geht die Tendenz immer mehr zur alternativen Finanzierung bei Staplern, besonders bei größeren Unternehmen“, so Christian Baerwolff, Leiter Still Marketing. Trotz einer Verknappung des Kapitals erhalten sich die Unternehmen damit eine maximale Anpassungsfähigkeit.
„Neben Leasing entscheiden sich unsere Kunden vermehrt für Miete mit kurz-, mittel- und langfristigen Laufzeitmöglichkeiten sowie kundenspezifischer Flexibilitätsoption (laufzeit- oder gerätebezogen). Mit BasicDynamic bietet Still darüber hinaus eine Vertragsart mit Abrechnung nach Betriebsstunden und Anpassung der Raten auf Basis der tatsächlichen Nutzung. Maximale Kostensicherheit und -beeinflussung bilden die Entscheidungsgrundlage für diese Art der Finanzierung. Auf Grund der Herausforderung, die Kosten weiter zu reduzieren und dabei möglichst flexibel zu bleiben, stehen bei großen Unternehmen zusätzlich nachfolgende Aspekte im Fokus und sind daher auch Bestandteil des STILL-Produktumfangs: Intralogistische Beratung und Tools wie Lagerverwaltungssysteme, Flexibilität, Einsatz- und Kostentransparenz, Kostenreduktion auf Basis von Flottenmanagementtools wie Fleet Data Services, Standortindividuelle Full-Service-Optionen und Internationalität.“
Nissan: Trend weg vom Kauf
„In den letzten Jahren hat sich bei den Kunden von Flurförderzeugen ein Trend abgezeichnet, der neben dem konventionellen Kauf hin zu diversen Finanzierungsangeboten reicht“, erklärt Ingo Rose, Product Marketing & Support Manager bei Nissan Forklift Deutschland: „Viele Projektanfragen verlangen mehr und mehr ein Parallelangebot von Kauf, Leasing mit oder ohne Full-Service. Bei größeren Stückzahlen wird fast ausschließlich ein Leasing-Angebot angefragt. Vor allem Fullservice-Angebote mit fest kalkulierbaren Raten sind für die meisten Projekt-Kunden interessant, so dass die Kosten über die gesamte Einsatzdauer planbar und transparent sind. Ein großer Planungsvorteil der Investitionen mit festen Wartungs- und Serviceverträgen wird sich in Zukunft sicherlich weiter durchsetzen, und der Trend wird weitestgehend hin zu Alternativen zum konventionellen Kauf gehen.“
Meine Meinung
Längst sind Worte wie Leasing, Rental und Co. keine Fremdworte im Flurförderzeugeschäft mehr. Mit solchen Finanzierungsinstrumenten können die Produzenten mit ihren Kunden einen echte Win-Win-Situationen schaffen: Die Kunden erhalten ihre Stapler, ohne eigenes Geld in die Hand nehmen zu müssen, und die Hersteller binden langfristig ihre Kunden an sich.
Leo Breu, Chefredakteur Materialfluss
Jungheinrich AG,
E-Mail: info@jungheinrich.de, www.jungheinrich.de
Linde Material Handling GmbH & Co. KG,
E-Mail: info@linde-mh.de, www.linde-mh.de
Nissan Forklift,
E-Mail: info@nissanforklift.de, www.nissanforklift.de
Still GmbH,
E-Mail: info@still.de, www.still.de
Toyota Material Handling Deutschland GmbH,
E-Mail: info@de.toyota-industries.eu
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